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Antibody-mediated isolation and investigation of CPR bacteria

Subject Area Metabolism, Biochemistry and Genetics of Microorganisms
Term from 2020 to 2023
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 447383558
 
Final Report Year 2024

Final Report Abstract

Das Projekt „Antikörper-vermittelte Isolation und Untersuchung von CPR-Bakterien“ zielte darauf ab, Methoden zur Isolierung von Candidate Phyla Radiation (CPR)-Bakterien zu entwickeln, um deren Physiologie und Biochemie besser zu verstehen. Diese Bakterien machen etwa ein Viertel der bekannten mikrobiellen Vielfalt aus und wurden bisher hauptsächlich auf genomischer Ebene untersucht. Durch die Entwicklung spezifischer Antikörper für CPR-Bakterien aus kalifornischem Grundwasser sollten diese isoliert und detailliert charakterisiert werden. Aufgrund der COVID-19-Pandemie verzögerte sich der Projektstart, und es gab Einschränkungen beim Zugang zu Laboren. Dies führte zu einer Neuorientierung des Projekts, das sich dann auf die Untersuchung neuartiger DNA-Elemente, „Borgs“, konzentrierte. Diese wurden in Feuchtgebieten in Lake County, Kalifornien, entdeckt. Erste Analysen zeigten, dass diese Elemente Gene für die Methyl-CoM Reduktase (MCR) kodieren, was auf eine mögliche Assoziation mit methanotrophen Archaeen hinweist. Die Borg-Elemente wurden als einzigartig und neuartig erkannt, was zu umfangreichen Folgeuntersuchungen führte. Studien zeigten, dass Borgs Tandem-DNA-Wiederholungen enthalten, die eine Rolle in der schnellen Evolution und möglicherweise in der Interaktion mit Wirtsorganismen spielen. Weiterführende Analysen ergaben die Existenz zahlreicher weiterer Borg-Genome und ermöglichten die Erstellung eines phylogenetischen Baumes. Es wurde festgestellt, dass Borgs elektrokonduktive Proteine kodieren, die eine Rolle im Elektronentransfer der Wirtsorganismen spielen könnten. Die in situ Expression der Borg-Genome deutet auf ihre aktive Rolle im natürlichen Methanzyklus hin. Obwohl das Projekt hauptsächlich Grundlagenforschung war, könnten die gefundenen Plasmide als Vektoren für genetische Modifikationen in methanotrophen Archaeen dienen, um beispielsweise Methanemissionen zu reduzieren. Während des Projekts konnte ich mit renommierten Wissenschaftlern und Institutionen zusammenarbeiten, darunter Oxford Nanopore Technologies, das Institut Pasteur und das MIT.

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