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Rekonstruktion nicht-traditioneller Bildungs- und Berufsbiographien von ehemaligen Studierenden ohne Abitur

Fachliche Zuordnung Erziehungswissenschaftliche Sozialisations- und Professionalitätsforschung
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 449604684
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Aufgrund der wachsenden Durchlässigkeit zwischen beruflicher und universitärer Bildung im Kontext des ,Lebenslangen Lernens' hat der Anteil von Personen, die über eine berufliche Qualifikation einen Hochschulzugang erhalten, über die letzten Jahre zugenommen. lnsbesondere der KMK-Beschluss aus dem Jahr 2009 führte zu einem erweiterten Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte. Die landesspezifischen Regelungen in Niedersachsen ermöglichen einen Hochschulzugang über einen Abschluss der beruflichen Aufstiegsfortbildung (z. B. Meister), eine berufliche Ausbildung und eine anschließende mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit (3+3 Regelung) oder über einen erfolgreichen Abschluss einer Eignungs- bzw. Zulassungsprüfung (Z-Prüfung). lnnerhalb des Projekts wurden Bildungsverläufe von ,nicht-traditionellen Studierenden' untersucht, also ,,beruflich qualifizierte Studierende, die über keine schulisch erworbene Studienberechtigung verfügen, sondern ihr Studium über spezielle hochschulrechtliche Regelungen aufgenommen haben (Dahm et al. 2013). Dabei stellt das Ablegen der ,Prüfung für den Erwerb der fachbezogenen Hochschulzugangsberechtigung nach beruflicher Vorbildung (Z-Prüfung)' eine Möglichkeit des Hochschulzugangs dar. Bildungs- und Berufsverläufe dieser Gruppe sind für die universitäre Praxis und -politik von erheblicher Bedeutung. Dennoch gibt es bisher nur wenige Studien, die diese Verläufe aus einer ganzheitlichen biographischen Perspektive empirisch untersuchen. Ziel des Projektes war es daher, die Bildungs- und Berufsbiographien dieser spezifischen Personengruppe zu rekonstruieren. Zentral ginges um die Frage, welche biographischen Gestaltungsspielräume ein Studium für nicht-traditionelle Studierende eröffnet und von welchen strukturellen Merkmalen diese abhängig sind. Gegenstand der Analyse waren biographische Erzählungen mit den Schwerpunkten auf der Zeit vor dem Studium (einschließlich des Übergangs), während des Studiums (universitäre Sozialisation) sowie nach dem Studium (berufliche Karriere). lm Fokus des Projektes stand insbesondere die post-Studienphase unter Berücksichtigung der langfristigen Konsequenzen und Begründungen, die sich durch die späte Studienentscheidung für die weitere Berufs- bzw. Erwerbsbiografie ergeben haben. So konnten lebensgeschichtliche Prozesse in ihrer zeitlichen Gebundenheit sowie in ihrer Sinn- und Zusammenhangsbildung abgebildet werden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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