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Lokaler Schwerewellenantrieb auf die mittlere Atmosphäre: Bildung, Auswirkungen, und Langzeittrends

Fachliche Zuordnung Physik und Chemie der Atmosphäre
Förderung Förderung von 2021 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 452408779
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Projekt MATELO-FILE, eine Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Meteorologie, Universität Leipzig und dem Department für Atmosphärenphysik, Karls-Universität Prag, umfasste die Erfassung und Modellierung von Schwerewellen und ihren lokalen Hotspots. Dazu gehörte insbesondere ihre Auswirkungen auf die Dynamik der mittleren Atmosphäre. Zusätzlich zur Analyse vorhandener Klimamodelldaten führten wir UA-ICON-Modellexperimente durch, bei denen ein Teil der Schwerewellenparametrisierung ausgeschaltet wurde. Unsere Ergebnisse bestätigen den Kompensationsmechanismus im UA-ICON-Modell, wonach die gestörte Schwerewellenreibung oft durch einen großskaligen Wellenantrieb mit entgegengesetztem Vorzeichen aufgehoben oder kompensiert wird. Dies wirkt sich auch auf die Mesosphäre nach raschen Stratosphärenerwärmungen aus: Wenn der nicht-orographische Schwerewellenwiderstand nicht vorhanden ist, führt der anomal verstärkte großskalige Wellenantrieb in der Mesosphäre zur Bildung einer anomaler Stratopause in etwa 85 km Höhe. Die Veränderungen in der residuellen Zirkulation, insbesondere aufgrund des Beitrags von Schwerewellen, sind auch wesentlich für die Erklärung der Veränderungen in der Telekonnektion der äquatorialen und polaren Stratosphäre (dem sogenannten Holton-Tan-Mechanismus), die sich in einem wärmeren Klima abschwächt.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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