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Die Effekte der Fruktifikation auf das Stammdickenwachstum von Waldbäumen in der Wechselwirkung mit Trockenheit

Fachliche Zuordnung Forstwissenschaften
Förderung Förderung von 2021 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 454840041
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In diesem Projekt wurden unterschiedliche Aspekte der Fruktifikation von Waldbäumen sowie deren Wechselwirkungen mit Witterung und Baumwachstum untersucht. Die häufigsten mitteleuropäischen Baumarten zeigen ein ausgeprägtes Mastverhalten, bei dem die Menge an Zapfen bzw. Früchten von Jahr zu Jahr stark schwankt. Gleichzeitig weisen Bäume im Zapfen- bzw. Fruchtbehang innerhalb eines Jahres jedoch eine hohe überregionale Synchronität auf. Basierend auf einem umfangreichen Datensatz mit Einzelbaumdaten aus Süddeutschland wurde untersucht, inwiefern das Baumalter, die soziale Stellung und der Kronenzustand die Fruktifikation auf Einzelbaumebene beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den meisten Baumarten vorherrschende Bäume die höchste Wahrscheinlichkeit (starker) Fruktifikation aufweisen. Diese steigt zudem mit zunehmendem Baumalter an und fällt dann wieder ab. Bei einigen Baumarten nimmt zudem die Wahrscheinlichkeit (starker) Fruktifikation mit zunehmender Kronenverlichtung ab, bei anderen zeigt sich bei geringer Kronenverlichtung die höchste Wahrscheinlichkeit (starker) Fruktifikation. Im nächsten Schritt wurde untersucht, wie sich das Zusammenspiel aus Mast und Trockenheit auf das Stammdickenwachstum auswirkt. Hier konnten ebenfalls baumartenspezifische Reaktionsmuster identifiziert werden. Vor allem bei Buche und Fichte geht die Fruktifikation mit einer Verringerung des Stammdickenzuwachses einher, insbesondere in Trockenjahren. Bei der Eiche wiederum ist der Stammdickenzuwachs in einem Mastjahr höher als in einem Jahr ohne Mast, was auf unterschiedliche Strategien bezüglich der Kohlenstoffallokation hindeutet. Der Effekt der Mast auf das Stammdickenwachstum verändert sich zudem entlang der Stammachse. Unterschiede zeigten sich hier vor allem im Kronenbereich, also dort, wo der Kohlenstoff zum einen aufgenommen, aber vor allem in Mastjahren auch benötigt wird. Zudem wurde am Beispiel der Buche untersucht, ob die Mast auch die Holzanatomie beeinflusst. Dabei wurde festgestellt, dass der Anteil der Gefäße an der Jahrringfläche oder die Dichte der Gefäße stark mit der Jahrringbreite zusammenhängen, sich diese Zusammenhänge aber in Jahren mit und ohne Mast kaum unterscheiden. Auch weitere Eigenschaften wie etwa die Größe der Früh- und Spätholzgefäße werden zwar von der Witterung beeinflusst, doch auch diese Effekte unterscheiden sich kaum in Jahren mit und ohne Mast. Insgesamt tragen die Ergebnisse dieses Projekts dazu bei, zum einen die Einflüsse auf die Fruktifikation auf Einzelbaumebene besser zu verstehen als auch die Effekte der Fruktifikation auf das Baumwachstum. Dieses Wissen ist nicht nur notwendig, um verschiedene Wachstumsprozesse und deren Zusammenspiel besser zu verstehen, sondern auch, um die Entwicklung von Waldökosystemen besser vorhersagen und damit auch steuern zu können.

 
 

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