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Eine prospektive Analyse der langfristigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Wohlbefinden und die Gesundheitsversorgung von Kindern mit chronischen Erkrankungen, die mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19 Verläufe einhergehen, und ihren Familien

Fachliche Zuordnung Public Health, Gesundheitsbezogene Versorgungsforschung, Sozial- und Arbeitsmedizin
Endokrinologie, Diabetologie, Metabolismus
Kinder- und Jugendmedizin
Persönlichkeitspsychologie, Klinische und Medizinische Psychologie, Methoden
Rheumatologie
Förderung Förderung von 2021 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 459056379
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Chronische körperliche Erkrankungen - wie Diabetes, rheumatische Erkrankungen und Adipositas – von Kindern und Jugendlichen gehen sowohl mit körperlichen Einschränkungen als auch mit psychischen Belastungen für die Betroffenen und ihre Familien einher. Mit der COVID-19 Pandemie sahen sich diese Familien mit zusätzlichen Stressoren aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungsmaßnahmen konfrontiert. Ziel der KICK-COVID Studie war es, zu untersuchen, wie sich die COVID-19 Pandemie auf die Gesundheitsversorgung, körperliche sowie die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes, Adipositas und rheumatischen Erkrankungen auswirkt. Darüber hinaus wurde die mentale Belastung der Eltern untersucht. Die Untersuchung fand in einem zwei-schrittigen Vorgehen statt: Im ersten Schritt wurden Kinder aus drei Patient:innenregistern und deren Eltern zu einer kurzen Befragung im Rahmen ihrer Routineuntersuchungen beim Arzt eingeladen (Basiserhebung). In einem zweiten Schritt wurden die Familien gebeten, an einer vertieften online-Befragung teilzunehmen (erweiterte Erhebung). Insgesamt flossen die Daten von N = 3053 Kindern und Jugendlichen (nTyp 1 Diabetes = 1296, nAdipositas = 518, nrheumatische Erkankungen = 9420) und deren Eltern in die Analysen mit ein. Unsere Ergebnisse zeigten, dass der Zugang zur Gesundheitsversorgung für die betroffenen Familien größtenteils gewährleistet war. Auch wenn die Ausprägungen von Ängstlichkeit und Depressivität der Jugendlichen höher waren als in einer Normstichprobe, waren sie gleichzeitig geringer als in einer repräsentativen Stichprobe von Schüler:innen während der Pandemie. Einzelne krankheitsspezifische Parameter wie HbA1c, die Verwendung einer Insulinpumpe (Diabetes), und Körperfunktionalität (rheumatische Erkrankungen) waren positiv mit der mentalen Gesundheit der Kinder assoziiert. Auch die elterliche Belastung war bei Eltern von Kindern ohne chronische Erkrankungen höher als bei Eltern von Kindern mit chronischen Erkrankungen. Dies deutet darauf hin, dass Familien von Kindern mit chronischen Erkrankungen im Krankheitsverlauf Resilienzen entwickelt haben, die den Einfluss der COVID-19 Pandemie auf die mentale Gesundheit abmilderte. Dennoch ist es aufgrund der hohen Verbreitung von Gesundheitsproblemen unerlässlich, die mentale Gesundheit der betroffenen Familien im Blick zu behalten, um die Familien mit höherer Belastung identifizieren und unterstützen zu können.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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