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Neue Ansätze der Verkehrsmodellierung unter Berücksichtigung komplexer Geometrien und Daten

Fachliche Zuordnung Verkehrs- und Transportsysteme, Intelligenter und automatisierter Verkehr
Mathematik
Förderung Förderung von 2021 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 461365406
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Der traditionelle Ansatz der Verkehrssicherheitsanalyse – basierend auf historischen Unfalldaten – unterliegt der Restriktion, dass sich eine ausreichende Anzahl von Unfällen ereignet haben muss, um entsprechende Unfallhäufungsstellen identifizieren und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Die prädiktiven Möglichkeiten des traditionellen Ansatzes sind daher begrenzt und sollten um andere Möglichkeiten wie modellgestützte Vorhersagen erweitert bzw. durch Verkehrssicherheitsanalysen mit Sicherheitsindikatoren ersetzt werden. Die Verkehrsmodellierung bietet durch die modellgestützte Vorhersage die Möglichkeit, die Unfallanzahl des untersuchten Streckenabschnitts zu prognostizieren. Während die Modellierung des Verkehrs auf Autobahnstreckenabschnitten weit fortgeschritten ist, sind Modelle für komplexere Geometrien (z.B. Knotenpunkte), die aufgrund des veränderten Fahrverhaltens risikoträchtiger sind, noch nicht im selben Umfang vorhanden. Im Rahmen des Projekts wurden die bisher gesammelten Erkenntnisse und Daten zum Verkehrsverhalten auf Autobahnabschnitten auf die komplexen Geometrien der Autobahnknotenpunkte übertragen. Die neuentwickelten Modelle und numerischen Verfahren wurden mit den bisherigen Ergebnissen kombiniert und um stochastische Ansätze (Unschärfe) ergänzt, um schließlich für die gesamte Autobahn ein mehrskaliges stochastisches Verkehrsprognosemodell zu erhalten. Zusätzlich wurden die Sicherheitsindikatoren auf den verflechtenden Verkehr unter Berücksichtigung der seitlichen Bewegungen und Beschleunigungsverhalten der Fahrzeuge übertragen bzw. weiterentwickelt. Im Fokus des Projekts stand auch die Weiterentwicklung eines Fahrstreifenwechselmodells für komplexe Straßenraumgeometrien. Ziel war es, ein tieferes Verständnis der Wechselwirkungen von Fahrzeugen auf verschiedenen Fahrstreifen im Verkehrsgeschehen (hier Merging) zu gewinnen. Dazu wurden Sicherheitsindikatoren systematisch erforscht und das Modell um stochastische Parameter erweitert, um realitätsnahe, variierende Fahrverhalten abzubilden. Das daraus resultierende Modell bildete die Grundlage für die Einbindung in weiterführende, kinetisch-stochastische Verkehrsmodelle, sowohl für Streckenabschnitte als auch für Knotenpunkte. Die Modellbildung auf den drei Ebenen – mikroskopisch, mesoskopisch und makroskopisch – wurde durch ein Kalibrierungsverfahren anhand von mikroskopischen Verkehrsdaten und anhand von Fahrsimulatorstudien durchgeführt. Die mikroskopischen Verkehrsdaten auf Streckenabschnitten und Knotenpunkten wurden teilweise im Projekt erfasst und abgeleitet bzw. standen teilweise von anderen Forschungsprojekten zur Verfügung. Für die Modellbildung unabdingbare stochastische Parameter wurden basierend auf der Analyse von Fahrsimulatorstudien, anhand von Daten aus einer Wetterstation und von den erfassten Verkehrsdaten abgeleitet.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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