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SeaChange: Die evolutionäre Reaktion der Fischbestände auf einen sich verändernden Ozean

Antragstellerin Dr. Julia Tovar Verba
Fachliche Zuordnung Ökologie und Biodiversität der Tiere und Ökosysteme, Organismische Interaktionen
Allgemeine Genetik und funktionelle Genomforschung
Evolution, Anthropologie
Förderung Förderung von 2021 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 467026478
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Klimawandel und Übernutzung bedrohen die marine Biodiversität weltweit. Studien legen nahe, dass kleine pelagische Fische, die für kommerzielle und subsistenzielle Fischerei von großer Bedeutung sind, eine höhere Anfälligkeit für wärmere Ozeane aufweisen. Dennoch fehlen entscheidende Informationen für das Management und die Erhaltungsstrategien für diese Gruppen. Das SeaChange-Projekt hatte zum Ziel, einige Lücken zu schließen, indem es Harengula sp. untersuchte, eine sardinenähnliche Art, die für die brasilianische Küstenfischerei von großer Bedeutung ist. Ich habe genomische Daten verwendet, um die Populationsstruktur und die demografische Geschichte jeder identifizierten Linie zu bestimmen. Die Ergebnisse zeigten zwei deutlich unterschiedliche Populationen: eine im Fernando-de-Noronha-Archipel, etwa 400 km von der Küste entfernt, und eine andere an der brasilianischen Küste, die sich über mehr als 3.000 km Küstenlinie erstreckt. Die große Tiefe in Kombination mit der Variabilität des Meeresspiegels während glazialer Zyklen scheint den Genaustausch zwischen diesen beiden Populationen zu begrenzen. Auch die Ergebnisse der demografischen Analyse deuten darauf hin, dass die Population im Archipel kleiner ist als die Küstenpopulation. Die Küstenpopulation zeigt ein signifikantes Muster der Isolation durch Entfernung, was darauf hindeutet, dass der Genaustausch bei der Art durch große geografische Entfernungen begrenzt ist. Informationen über die kleinere, getrennte Linie in Fernando de Noronha können für das Management im Archipel genutzt werden. Für die Küstenpopulation legen die Ergebnisse nahe, dass die genetische Divergenz zwischen den Extremen der Verbreitung in Managementplänen berücksichtigt werden sollte. Zukünftige Studien werden sich auf die jüngste demografische Geschichte konzentrieren und die Auswirkungen der Fischerei auf die beiden Populationen untersuchen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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