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Untersuchung zum besseren Verständnis der Aktivierungsvolumina in schnellen Ionenleitern

Fachliche Zuordnung Physikalische Chemie von Festkörpern und Oberflächen, Materialcharakterisierung
Förderung Förderung von 2021 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 467585046
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In der Literatur entsprechen die mikroskopischen Aktivierungsvolumina der Volumenänderung in der atomaren Struktur eines Materials während eines Ionensprungs und können thermodynamisch aus druckabhängigen Leitfähigkeitsmessungen bestimmt werden. In diesem Projekt wurden Na+- und Li+-Leiter untersucht. Obwohl es für Na3PnS4 (Pn = P, Sb) keinen eindeutigen Trend gibt, wurde festgestellt, dass die Aktivierungsvolumina mit zunehmender Br-/S2--Unordnung ansteigen. Aus der Motivation heraus, weiter zu untersuchen, ob das Konzept des Migrationsvolumens (Vm) auf Argyroditen angewendet werden kann, wurde das kristallographische Volumen und das Migrationsvolumen untersucht. Daher wurde in einer Kooperation mit der Gruppe von Prof. Karsten Albe das kristallografische Volumen durch ab-initio-Molekulardynamikberechnungen evaluiert, und es wurde festgestellt, dass das Migrationsvolumen in Li+- Argyroditen zunimmt. Da die strukturellen Veränderungen, die Festelektrolyte unter Druck erfahren, noch nicht experimentell erforscht wurden, wurde untersucht, wie äußerer Druck strukturelle Veränderungen hervorrufen kann. Li6PS5Br wurde zunächst unter Anwendung von uniaxialem und hydrostatischem Druck von 1,5 GPa untersucht. Die in diesen Materialien induzierten Verzerrung wurden sowohl mit Labor-Röntgenpulverdiffraktometrie (ex situ) als auch Synchrotron-Hochdruck-Röntgenpulverdiffraktometrie (in situ) eingesetzt wurde. In Zusammenarbeit mit der Gruppe von Prof. Hubert Huppertz wurde das Material bei 10 GPa gepresst, wobei keine Amorphisierung oder ein Phasenübergang, sondern eine höhere Dichte an Versetzungslinien beobachtet wurde. Eine Verdoppelung der Ionenleitfähigkeit zeigt, dass Versetzungen als schnelle Wege für die Diffusion von Li+-Ionen fungieren können. Die Auswirkung des Drucks auf die Struktur von Na3PnS4 wurde in diesem Projekt ebenfalls untersucht. In-situ-Synchrotron-Hochdruck-Pulverröntgenbeugung zeigt einen tetragonalen bis kubischen Phasenübergang bei Drücken von 2,9 GPa für Na3SbS4 und 14,6 GPa für Na3PS4. Rietveld-Verfeinerungen und Symmetrieanalysen lieferten Einblicke in den Mechanismus des Phasenübergangs, der mit der Bewegung von Na+ und der Rotation der SbS43− Tetraeder zusammenhängt. Dichtefunktionaltheorieberechnungen bestätigten, dass die kubische Phase unter hohem Druck im Vergleich zur tetragonalen Phase thermodynamisch begünstigt wird.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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