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Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit netzweiter integral vertakteter Fahrplankonzepte

Fachliche Zuordnung Verkehrs- und Transportsysteme, Intelligenter und automatisierter Verkehr
Förderung Förderung von 2021 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 469042632
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In dem Projekt wurde ein Vorgehen entwickelt, um technische, betriebliche und wirtschaftliche Zusammenhänge in einem netzweiten integralen Taktfahrplangefüge zu untersuchen. Das Verfahren ist für unterschiedliche Netzausdehnungen, Infrastrukturen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen anwendbar. Die Einführung netzweiter integraler Taktfahrpläner (ITF) erfordert im Regelfall umfangreiche Infrastrukturanpassungen. Im Rahmen dieses Projektes wurden diese für ein generisches Bestandsnetz mit Quell-Ziel-Relationen fahrplanbasiert hergeleitet und mittels analytischer Methoden zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit von Eisenbahninfrastrukturen überprüft. Einmal für ein ITF- Grundmodell spezifizierte Anforderungen wurden an die Erfordernisse verschiedener Szenarien (sog. ITF-Untermodellen) angepasst. Im Ergebnis wurden leistungsfähige und zugleich ITF-konforme Eisenbahninfrastrukturen konzipiert. Hieran anknüpfend wurde die Stabilität entwickelter Fahrplankonzepte durch Simulationen des Bahnbetriebs analysiert. Zur Auswertung des Simulationsoutputs wurden Verfahren entwickelt, die zug- und fahrgastbezogener Verspätungskenngrößen ermitteln. Zur wirtschaftlichen Bewertung der entwickelten ITF-Konzepte wurden Veränderungen der als besonders nachfragerelevant geltenden Angebotsparameter (insb. Fahr- bzw. Reisezeiten, Taktverdichtungen und Ticketpreise / Kosten) untersucht. Daneben wurde die Nachfragerelevanz von Zugverspätungen modelliert. Die Beurteilung gesamthafter Nachfrageveränderungen greift auf veröffentlichte Nachfragelastizitäten zurück. Hieraus wurden drei mögliche Nachfrageszenarien abgeleitet. Die Bewertung kostenspezifischer Nachfrageveränderungen erforderte eine Modellierung von Ticketpreissystemen. Zugleich wurde der Einfluss unterschiedlicher Preisbildungsstrategien auf die Generierung von Fahrgelderlösen aufgezeigt. Die Kostenkalkulation für Zugfahrten und -linien stützt sich auf kostengenerierende Faktoren des Fahrplanangebots (insb. Fahrzeugeigenschaften; Fahr-, Halte- und Wendezeiten einschließlich Verspätungen; Geschwindigkeiten; zurückgelegte Distanzen), die mit Kostenkenngrößen verrechnet werden. Die Kostenkalkulation umfasst Infrastruktur-, Fahrzeug- und Personalkosten sowie sonstige Kosten eines EVU. Zur Beurteilung von Auswirkungen unterschiedlicher Kostenentwicklungen auf Geschäftsergebnisse wurden drei Kostenpfade (konstante, steigende und sinkende Kosten) modelliert und den Ergebnissen der Nachfrage- und Erlösprognosen gegenübergestellt. Die Anwendbarkeit des Vorgehens wurde beispielhaft für ein generisches Eisenbahnteilnetz demonstriert. Den erzielten Erkenntnissen wird auch im Fall realer ITF-Umsetzungen eine hohe Relevanz zugeschrieben.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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