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Die Assoziation von Entzündungsbiomarkern mit dem Risiko eine altersbedingte Makuladegeneration zu entwickeln

Antragstellerin Dr. Petra Larsen
Fachliche Zuordnung Augenheilkunde
Epidemiologie und Medizinische Biometrie/Statistik
Förderung Förderung von 2021 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 470371820
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) zählt in den Industrienationen zu den Hauptursachen für Erblindung im Alter. Die zugrunde liegenden pathologischen Mechanismen dieser multifaktoriellen Erkrankung sind jedoch nicht vollständig geklärt. Die Fortschritte in der ophthalmologischen Bildgebung ermöglichen es, Veränderungen der lamellären Struktur der Netzhaut mit einer axialen Auflösung von 5 µm in vivo präzise zu dokumentieren. In den letzten Jahren wurde eine potentielle Rolle eines veränderten Darmmikrobioms bei altersbedingten Augenerkrankungen diskutiert. Solche Veränderungen des Darmmikrobioms könnten zu erhöhten Blutkonzentrationen von Pathogenen, Antigenen und proinflammatorischen Molekülen, einschließlich Endotoxinen vom Lipopolysaccharid (LPS)-Typ, führen. Ziel dieser Arbeit war es, die potenziellen Zusammenhänge zwischen der Exposition von LPS-Typ-Endotoxinen und altersbedingten Netzhauterkrankungen sowie morphologischen Veränderungen in der Alienor-Kohorte zu untersuchen, einer Kohorte älterer, selbstständig lebender Franzosen, die umfassend augenärztlich phänotypisiert sind. Im Rahmen dieses Projekts konnte ich einen signifikanten Zusammenhang zwischen einem Marker für die Exposition gegenüber LPS-Typ-Endotoxinen, und dem Auftreten einer frühen AMD in der Alienor-Kohorte zeigen. Dies impliziert, dass eine langfristige proinflammatorische Exposition gegenüber LPS an den frühen pathophysiologischen Prozessen der AMD beteiligt ist. Darüber hinaus beobachtete ich einen signifikanten Zusammenhang zwischen LPS und einer dünneren peripapillären retinalen Nervenfaserschicht. Dies deutet auf eine Beteiligung von LPS an der Neurodegeneration des Sehnervs hin. Zudem konnte ich anhand longitudinaler Daten zur Makulaschichtdicke zeigen, dass LPS mit einer dünneren inneren und gesamten Makulaschicht zum Zeitpunkt Baseline assoziiert war. Eine zusätzliche Analyse dieser longitudinalen morphologischen Daten ergab, dass der Pigmentepithel-Bruch-Membran-Komplex mit dem Auftreten von AMD und dem genetischen Risiko für AMD assoziiert ist. Zusammenfassend unterstreichen diese Beobachtungen den möglichen Einfluss von LPS – und im weiteren Sinne des Darmmikrobioms – auf die Gesundheit der Netzhaut.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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