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Die Verfolgung des Ursprungs der planktischen Graptolithen (Hemichordata, Pterobranchia) durch den Furongian Gap (Oberes Kambrium)

Antragsteller Dr. Jörg Maletz
Fachliche Zuordnung Geologie
Förderung Förderung von 2022 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 495780956
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Furongium umfasst einen Zeitraum des späten Kambriums während dessen dramatische Veränderungen in der Evolution verschiedenere Tier- und Pflanzengruppen stattfanden. Dies beinhaltet auch die Evolution der planktischen Graptolithen (Pterobranchia, Graptolithina), die aus benthischen Vorgängern entstanden. Der paläontologische Befund scheint auszusagen, dass die planktischen Graptolithen plötzlich (und unerwartet) an der Basis des Ordoviziums erscheinen. Es ist jedoch nur wenig über die frühere Evolution der Graptolithen und die Veränderung ihrer Tubarien bekannt. Die dramatischen Veränderungen der Graptolithen führte sie in einen völlig neuen Lebensbereich; die zu der Zeit noch mehr oder weniger leere Wassersäule der Paläozoischen Ozeane, in der sie kaum mit Konkurrenz rechnen mussten. Der 'Furongian gap' im oberen Kambrium verstellte uns bislang durch die wenigen hier vorhandenen Fossilfunde den Einblick in die evolutiven Veränderungen der Grapotolithentubarien seit dem Mittleren Kambrium, die zur Exploration der Wassersäule als Lebensraum führte. Die Guole Biota in Südchina sollte uns durch die Funde diverser Graptolithen einen ersten Blick in diesen Zeitraum werfen lassen. Zusammmen mit den ersten planktischen Graptolithen an der Basis des Ordoviziums in der Xiaoyangqiao Abfolge von Dayangchain Nordchina und der Green Point section im westlichen Newfoundland, dem stratotype der Cambrian-Ordovician boundary, erlaubten sie einen ersten Einblick in die evolutiven Veränderungen. Die Evolution der planktischen Graptolithen und der damit verbundenen Veränderungen der Tubarien führten zur Ausbreitung des ersten Macro-Planktons der Erdgeschichte in die weiten paläozoischen Ozeane in einer Zeit bevor nektonische Organismen und Planktonfresser sie im frühen Devon verdrängten. Weitere Informationen von Graptolithenfaunen des Miaolingiums und des basalen Furongiums, sowohl aus Nordschina, wie auch aus der Marjum Formaiton Nordamerikas (Utah), können uns zu einem besseren Verständnis zwischen den benthischen Kambriaschen Graptolithen und ihren noch existierenden Verwandten (Rhabdopleura, Cephalodiscus) führen. besonders die Bearbeitung der spät-Kambrischen Faunen Nordchinas - erstmals vor über 60 Jahren beschrieben - führen uns zu einem veränderten Verständnis der frühen Graptolithenfaunen und ihrer Tubariumkonstruktion, besonders im Verständnis der bithecaten Formen. Die Evolution der 'nematophoren Sikula' als das wichtigste Merkmal der planktischen Graptolithen steht fest, auch wenn die früheste planktische Form (Rhabdinopora proparabola) eine sogenannte 'float structure' besaß, aber noch kein ausgebildetes Nema.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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