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Suszeptibilität gegenüber Herpes simplex Virus bei atopischer Dermatitis

Fachliche Zuordnung Klinische Immunologie und Allergologie
Dermatologie
Förderung Förderung von 2022 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 504117717
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die atopische Dermatitis (Neurodermitis) ist eine der häufigsten chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die mit Juckreiz, Ekzemen und einer gestörten Hautbarriere einhergeht. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter bakteriellen und viralen Infektionen der Haut. Bei dem sogenannten Eczema herpeticum (EH) kommt es zu einer disseminierten, potentiell lebensbedrohlichen Infektion insbesondere der Haut mit dem Herpes simplex Virus (HSV). Ziel dieses Projekts war es, die Suszeptibilität von AD Patientinnen und Patienten gegenüber Herpes-Infektionen zu charakterisieren. Hierzu wurden moderne Untersuchungsmethoden eingesetzt, unter anderem Immunzellanalysen aus dem Blut, Hautproben sowie Daten aus dem deutschlandweiten TREATgermany-Register. In einer Analyse von fast 900 Betroffenen zeigte sich, dass über 20 % bereits mindestens einmal ein EH hatte, über 50% sogar mehrfach, was eine grundlegende Veranlagung zum EH bei einer Subgruppe von Patientinnen und Patienten nahelegt. Ein erhöhtes Risiko war mit Allergien und Asthma assoziiert. In einem weiteren Teilprojekt wurde untersucht, wie sich eine moderne Therapie mit dem Antikörper Dupilumab auf die Immunantwort gegen Herpesviren auswirkt. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die virusgerichtete Immunantwort verbessert, was möglicherweise das Risiko für erneute EH-Episoden senkt. Zusätzlich erfolgten Transkriptomanalysen aus Hautproben, welche im Rahmen des TREATgermany-Register entnommen wurden. Hierbei zeigten sich bei Patientinnen und Patienten mit einem EH in der Vorgeschichte spezifische Veränderungen im JAK-Signalweg. Diese Beobachtung werden aktuell mittels regional aufgelösten Transkriptomanalysen (Spatial Transcriptomics) weiter untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse tragen dazu bei, das Risiko schwerer Virusinfektionen bei der atopischen Dermatitis besser einzuschätzen und in Zukunft die Behandlung gezielter auf individuelle Risikoprofile abzustimmen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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