Detailseite
Projekt Druckansicht

Global Politics und International Society: Orientierungsversuche im Globalisierungsprozeß

Antragsteller Dr. Ulrich Teusch
Fachliche Zuordnung Politikwissenschaft
Förderung Förderung von 1999 bis 2003
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5163470
 
Die Untersuchung versteht sich als Beitrag zur wissenschaftlichen Durchdringung und Bewältigung von Globalisierung und Globalisierungsfolgen. Globalisierung wird als multidimensionaler, dialektischer, aber gleichwohl gerichteter Prozeß gedeutet. Als Folge des Globalisierungsprozesses, so die zentrale These, erodiert nicht nur die Grenze zwischen den beiden großen politischen Phänomenbereichen, also zwischen der innerstaatlichen und der internationalen Politik, sondern es verflüssigen sich auch die Grenzen wissenschaftlicher Disziplinen, insbesondere die Grenze zwischen der 'nach außen' orientierten Internationalen Theorie und der 'nach innen' orientierten Politischen Theorie. Vor diesem Hintergrund wird für die konsequente wechselseitige Öffnung dieser langen Zeit weitgehend beziehungslosen Traditionslinien politischen Denkens plädiert und vorgeschlagen, die überkommene Innen-Außen-Dichotomie durch eine dem Zeitalter der Globalisierung angemessenere Konzentration auf das Spannungsverhältnis zwischen 'Global Politics' (d.h. zunehmend global ausgreifenden politischen Problemfeldern) und 'International Society' (d.h. einer durch die 'Dialektik der Globalisierung' herausgeforderten internationalen Staaten-Gesellschaft) zu ersetzen oder doch zu ergänzen. Wie sich dieses Spannungsverhältnis gegenwärtig gestaltet und, vor allem, wie es sich zukünftig gestalten sollte, wird in vier großen Studien zu den Themen Ökologie, Intervention, Nation/Nationalismus und Demokratie entfaltet.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung