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Longitudinal study of Ukrainian Refugees in Germany (SUARE II). Institutional framework conditions and family decisions in the integration process of refugees from Ukraine

Subject Area Empirical Social Research
Term since 2023
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 519020285
 
Das vorliegende Projekt untersucht die mittel- und langfristigen Integrationsverläufe ukrainischer Geflüchteter in Deutschland – mit einem besonderen Fokus auf die Wechselwirkungen zwischen Migrationsentscheidungen, Familienstrategien, institutionellen Rahmenbedingungen und Arbeitsmarktintegration. Erstens wird analysiert, wie sich Migrationsentscheidungen – insbesondere die Rollen als „lead“, „equal“, „tied“ oder „assigned movers“ – sowie Bleibe-, Rückkehr- und Weiterwanderungsabsichten und Partnerschaftsverläufe auf die langfristigen Integrationsstrategien ukrainischer Geflüchteter auswirken. Im Mittelpunkt stehen familiale Konstellationen, transnationale Beziehungen, rechtliche Unsicherheit und Partnerschaftsbildung, um differenzierte Einsichten in Entscheidungsmuster und Mobilitätsstrategien geflüchteter Haushalte zu gewinnen. Zweitens wird untersucht, wie sich diese Migrationsentscheidungen und Familienstrategien auf Investitionen in aufnahmelandspezifisches Humankapital, soziale Integration und Arbeitsmarktintegration auswirken. Schwerpunkte sind (i) geschlechterspezifische Erwerbsdynamiken, (ii) Wirkungen institutioneller Kontexte und Integrationspolitiken sowie (iii) Vergleiche mit anderen Geflüchteten- und Migrant/innengruppen und internationalen Kontexten. Ein besonderer Mehrwert von SUARE II liegt in den internationalen Kooperationen mit renommierten Partnerinstitutionen in den Niederlanden. Diese ermöglichen systematische Vergleiche integrationspolitischer Ansätze und schaffen die Grundlage für international anschlussfähige Erkenntnisse. Drittens wird gemeinsam mit dem SOEP und dem Forschungszentrum des BAMF die Longitudinal Study of Ukrainian Refugees (SUARE II) als Datengrundlage weiterentwickelt. Auch wenn die primäre Verantwortung für das Datenmodul beim Antrag Zinn u.a. liegt, leisten die Antragstellenden einen substantiellen Beitrag durch (i) Beteiligung an der Entwicklung innovativer Erhebungsinstrumente (z. B. Vignetten, Partnerschaftsmodul), (ii) Qualitätssicherung der Survey-Daten, (iii) Verknüpfung mit den administrativen Erwerbsbiografiedaten (IEB) des IAB sowie (iv) die komplementäre Weiterentwicklung der Befragung anderer Geflüchteter im Rahmen der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, einen Beitrag zum Aufbau einer exzellenten belastbare, international sichtbare Panelinfrastruktur für die Forschung zur Fluchtmigration und Integration von Geflüchteten zu leisten.
DFG Programme Research Grants
International Connection Netherlands, United Kingdom
 
 

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