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Umweltveränderungen und Wirkvermögen: Interaktionen zwischen Personen, materiellen Entitäten und Energien im Pazifikstaat Tonga

Fachliche Zuordnung Afrika-, Amerika- und Ozeanienbezogene Wissenschaften
Ethnologie und Europäische Ethnologie
Förderung Förderung seit 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 519917507
 
Umweltveränderungen durch Folgen des Klimawandels und der Zunahme von Kraftfahrzeugen führen in vielen Inselstaaten Ozeaniens zu Problemen. Das ethnologische Forschungsvorhaben untersucht, inwiefern in Tonga bestimmten Kräften das Vermögen zugeschrieben wird, Veränderungen in der Umwelt zu bewirken. Das Königreich Tonga stellt einen besonderen Fall inmitten anderer Pazifikstaaten dar, weil Wahrnehmungen von und Umgangsweisen mit Transformationen der Umwelt hier im Spannungsfeld zwischen Monarchie und Demokratisierung entwickelt werden. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, welches Vermögen aus lokaler Sicht Personen, materiellen Entitäten und Energien zugesprochen wird, Umweltveränderungen zu bewirken. Dieser zentralen Frage liegt die These zugrunde, dass es vom Wissen über die Umwelt, politischen Rahmenbedingungen, sozialen Positionierungen, religiösen Überzeugungen, ökonomischen Interessen und der Wahrnehmbarkeit der Folgen von Umweltveränderungen abhängt, welchen Grad von Wirkvermögen soziale Akteure menschlichen und nicht-menschlichen Quellen zuweisen. Auf der Basis einer ethnologischen Feldforschung werden Sichtweisen des Interagierens verschiedener Ursachen für Umweltveränderungen im Zusammenhang mit sozialen, ökonomischen, religiösen und insbesondere auch politischen Parametern erforscht.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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