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Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen in der Minimal Invasiven Chirurgie des oberen Gastrointestinaltraktes: Analyse des operativen Ablaufs und Vorhersage unerwünschter Ereignisse zur Risikominimierung

Antragstellerin Dr. Jennifer Aylin Eckhoff
Fachliche Zuordnung Allgemein- und Viszeralchirurgie
Förderung Förderung von 2023 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 520324645
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das im Rahmen des Walter-Benjamin-Programms geförderte Projekt hatte das Ziel mittels künstlicher Intelligenz (KI) Videodaten der robotisch-assistierten minimal-invasiven Ösophagektomie (RAMIE) hinsichtlich visueller Aspekte rund um operative Sicherheit, Entscheidungsfindung und Outcome-Vorhersage zu analysieren. Übergeordnetes Ziel dieser Forschung ist es Computer Vision (CV) Algorithmen zu nutzen um an Hand visueller Signale intraoperative Entscheidungshilfen zu bieten und somit die onkologische und funktionelle Sicherheit der RAMIE zu verbessern - jedoch setzt dies ein grundlegendes KI-basiertes Verständnis operativer Arbeitsabläufe voraus. Das Projekt basierte auf drei spezifischen Schritten: (1) der Entwicklung standardisierter Abläufe für Video Datenmanagement (2) der Annotation und KI-gestützten Analyse chirurgischer Arbeitsabläufe mittels Phasen- und Aktionsklassifikation, und (3) der Analyse von Indocyanin Grün (ICG) Signalen in Fluoreszenz Bildgebung zur Unterstützung der intraoperativen Lymphknoten Dissektion. Zunächst wurde erfolgreich eine umfassende Pipeline für das Management und die Verarbeitung von RAMIE-Videodaten und zugehörigen Metadaten etabliert, welche mittlerweile einen festen Bestandteil der operativen Arbeitsabläufe an der Uniklinik Köln darstellt. Zudem wurden chirurgische Arbeitsabläufe in der RAMIE zeitlich und räumlich analysiert, wobei aktionsreiche Phasen und Handlungen definiert, annotiert und anschließend analysiert wurden. Hierzu wurden komplexe KI Modell Architekturen, wie Concept Graph Neural Network Architekturen entwickelt, welche zunächst an öffentlich verfügbaren Datensätzen getestet wurden, jedoch vielversprechende Resultate für die Analyse von zeitlich komplexe Zusammenhänge der RAMIE zeigten. Im Rahmen der simultan durchgeführten ESOMAP-Studie bestätigte die Machbarkeit der Fluoreszenz-gestützten Lymphknoten Darstellung und stellte einen bislang kleinen, jedoch wertvollen Datensatz zur Verfügung. Dieser ermöglicht die zukünftige Analyse von Perfusionssignalen mittels der, im Rahmen des Förderzeitraums entwickelten, Transformer- und Hypergraph-basierte Modellarchitekturen. Entsprechend des etablierten Standards der Analyse von Laparoskopischen Cholezystektomie Videos (als Benchmark Operation) wurden mit diesen Modell Architekturen primär chirurgische Instrumentennutzung, Aktionen und Gewebeinteraktionen untersucht, mit dem nachgeordneten Ziel ICG-basierte Signale zu quantifizieren und so optimale Resektionsareale darzustellen. Insgesamt hat das Projekt einen Großteil seiner ursprünglichen Ziele erreicht und dabei wesentliche Grundlagen für zukünftige KI-Forschung in der chirurgischen Onkologie geschaffen. Es wurden reproduzierbare Datenpipelines etabliert, fortgeschrittene Modellierungsansätze validiert und standortübergreifende Kooperationsnetzwerke aufgebaut. Die daraus resultierenden Publikationen, peer-reviewten Kongress Beiträge und Erkenntnisse haben bereits Einfluss auf die internationale Surgical-AI-Gemeinschaft genommen und werden die zukünftige klinische Translation unterstützen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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