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Kants Philosophie der Mathematik: Grundlagen, Voraussetzungen, Probleme

Antragsteller Darius Koriako
Fachliche Zuordnung Philosophie
Förderung Förderung von 1999 bis 2000
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5204460
 
Mit dieser Monographie liegt erstmals eine umfassende Darstellung von Kants Philosophie der Mathematik vor. Da die Diskussion dieser Theorie in den letzten Jahren sich zunehmend auf isolierte, aus dem Zusammenhang gerissene Textpassagen konzentrierte, ist eine solche Untersuchung zum dringenden Desiderat geworden. Nahezu alle erhaltenen Texte aus Kants Feder werden hier in drei Kapiteln, die den Theorien von 1762, 1770 und 1781 entsprechen, dargelegt. Die Interpretation versucht, Kants Aussagen über Mathematik im Kontext seiner jeweiligen philosophischen Problemkonstellation zu verorten. Über diesen philosophiehistorischen Rahmen hinaus wird auch eine systematische Evaluation dieser Theorien angestrebt. Zu den überraschenden Ergebnissen dieser Studie zählt die Einsicht, daß Kants Mathematikbegriff durch Prämissen geprägt ist, die sich aus seinen generellen philosophischen Einstellungen ergeben. Es ist also nicht so sehr die direkte Auseinandersetzung mit den internen Problemen der Mathematik, die Kants Bild vom Wesen des Mathematischen bestimmte, sondern vielmehr die aktuellen Probleme der Philosophie, die ihn zu einer Auseinandersetzung mit den epistemischen und methodologischen Aspekten der Mathematik nötigten. Aus dieser Perspektive werden auch einige fundamentale Thesen Kants zur Mathematik verständlicher. Daraus schließt der Verfasser, daß eine Reihe von vorliegenden Interpretationsansätzen revidiert werden müssen, und daß die systematische Kraft von Kants Mathematikphilosophie auf einer anderen Ebene gesucht werden muß, als bisher angenommen.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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