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Die rechtliche Steuerung kollektiver Protestformen
Antragsteller
Privatdozent Dr. Reinhard Kreissl
Fachliche Zuordnung
Empirische Sozialforschung
Förderung
Förderung von 1992 bis 2000
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5227818
Die Arbeit untersucht anhand der Protestaktionen im Rahmen der sozialen Bewegungen der siebziger und achtziger Jahre in der Bundesrepublik die juristische, politiktheoretische und soziologische Thematisierug kollektiver Protestformen. Dabei wird die These vertreten, daß keine der disziplinären Perspektiven dem Phänomen sozialer Protest gerecht werden kann. Notwendig ist vielmehr die Interpretation derartiger Phänomene vor dem Hintergrund gesellschaftstheoretischer Annahmen über Protestformen in modernen Gesellschaften. Anhand einer Analyse der aktuellen (repressiven) Rechtsentwicklung zur Regulierung sozialen Protests wird die Dysfunktionalität rechtlicher Repression gezeigt. Die exemplarische Analyse politiktheoretischer Begründungsversuche kollektiven Handelns zeigt, daß die politische Theorie mit dem kollektiven Handeln des Souveräns konzeptuelle Probleme hat. Schließlich wird die Diskussion im Bereich der Soziologie sozialer Bewegungen kritisch auf ihr Erklärungspotential untersucht.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
