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Neue Demokratien und Militär in Lateinamerika - Die Erfahrungen Argentiniens und Brasiliens (1983-1999)
Antragsteller
Dr. Wolfgang S. Heinz
Fachliche Zuordnung
Politikwissenschaft
Förderung
Förderung von 2000 bis 2001
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5279084
Aus demokratietheoretischer Perspektive (Konsolidierungschancen) wird der Frage nachgegangen, ob das Militär für die neuen Demokratien Argentiniens und Brasiliens noch eine Gefahr darstellt. Die Hypothesen verweisen auf eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß nicht demokratisch legitimierte Prärogativen beibehalten werden. Nach einer ausführlichen historischen Verortung der politischen Rollen des Militärs werden 7 Politikfelder, darunter innere Sicherheit, Beiträge zur nationalen Entwicklung, Außen- und Rüstungspolitik, einzeln und dann im Vergleich betrachtet (zusätzlich ergänzen Skizzen zur politischen Rolle des Militärs in Peru und Venezuela das Bild). Für Argentinien wird für die Gegenwart eine weitgehende Kontrolle des Militärs durch die gewählte Regierung angenommen, während für Brasilien noch eine erhebliche Autonomie des Militärs diagnostiziert wird, wenn auch z.Z. unter der Regierung Cardoso kontrolliert. Die Ergebnisse werden demokratietheoretisch gewertet und vier tentative Szenarios für zukünftige Konfliktkonstellationen vorgestellt.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
