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Differentielle Genexpression als Folge der Inaktivierung von Pkd1 und Pkd2, den bei der humanen autosomal dominanten polyzystischen Nierenerkrankung (ADPKD) mutierten Genen
Antragsteller
Dr. Raoul Zeltner
Fachliche Zuordnung
Nephrologie
Förderung
Förderung von 2000 bis 2003
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5279778
Bei der autosomal dominanten polyzystischen Nierenerkrankung (ADPKD) handelt es sich um eine genetisch heterogene Erkrankung, die durch das Auftreten multipler Nierenzysten gekennzeichnet ist. ADPKD wird durch Mutation mindestens zweier verschiedener Gene, PKD1 und PKD2, verursacht. Die Funktion der entsprechenden Genprodukte, Polycystin-1 und Polycystin-2, sind unbekannt. Es wird jedoch angenommen, daß beide Proteine über einen gemeinsamen Weg der Signalübertragung an der Regulation der Reifung und Differenzierung renal-tubulärer Zellen beteiligt sind. Um die Pathogenese von ADPKD weiter aufzuklären, sollen im Rahmen des beantragten Forschungsvorhabens bisher unbekannte Komponenten dieser gemeinsamen Signaltransduktion identifiziert werden. Hierzu werden Veränderungen der Genexpression, die durch eine Inaktivierung von Pkd2 (und Pkd1) im Mausmodell verursacht werden, mittels der cDNA microarray-Technologie untersucht. In Pkd-exprimierenden und nicht-exprimierenden Systemen differentiell exprimierte Gene und deren Proteine stellen Kandidaten für funktionell relevante Bestandteile der polycystin-vermittelten Signalkaskade dar und werden in einer Sekundäranalyse einer genaueren Analyse unterzogen. Das beantragte Forschungsprojekt soll durch Identifizierung zusätzlicher Eintrittspunkte in die molekularen Mechanismen der Zytogenese zu einem besseren Verständnis der Pathogenese von ADPKD und zu neuen Angriffspunkten für mögliche therapeutische Interventionen führen.
DFG-Verfahren
Emmy Noether-Auslandsstipendien
