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Charakterisierung von CUL4A, ein Gen, das in Brustkrebszellen überexprimiert wird
Antragstellerin
Dr. Corinna Prohl
Fachliche Zuordnung
Nuklearmedizin, Strahlentherapie, Strahlenbiologie
Förderung
Förderung von 2000 bis 2003
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5289634
CUL4A, ein menschliches Gen aus der Familie der Culline, wurde identifiziert aufgrund seiner häufigen Überexpression in Brustkrebszellen. Culline sind essentielle Komponenten sogenannter SCF(Skp1p/Cullin/F-Box)-Ubiquitinligasen, denen eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Signaltransduktion, des Zellzyklus und der Zelldifferenzierung zukommt. Die funktionelle Vielfältigkeit von SCF-Komplexen wird durch ubiquitinabhängigen Abbau (Proteolyse) spezifischer Regulatorproteine vermittelt. Ob CUL4A an proteolytischen Prozessen beteiligt ist und mit welchen Substraten es möglicherweise interagiert, ist bislang unbekannt. Ziel dieses Projektes ist es daher, die zellulären Mechanismen aufzuklären, die durch CUL4A reguliert werden. Die geplanten Untersuchungen nutzen die starke strukturelle Konservierung des CUL4A Gens in einem einfachen eukaryontischen Organismus, der Spalthefe Schizosaccharomyces pombe, aus. Die Studie prüft die Hypothese, das S.pombe CUL4A (Pcu4p) - in Assoziation mit anderen Proteinen - einen Ubiquitinligasekomplex bildet, der die Stabilität entscheidender Wachstumsregulatoren kontrolliert. Die Aufklärung der Funktion von Pcu4p/CUL4A könnte damit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der molekularen Ursachen von Brustkrebs leisten.
DFG-Verfahren
Forschungsstipendien
