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Persistenz und Wandel ethnischer Identität: Die Bedeutung der Migration am Beispiel von Lisu und Karen in Nordthailand

Antragsteller Dr. Roland Platz
Fachliche Zuordnung Ethnologie und Europäische Ethnologie
Förderung Förderung von 1996 bis 2001
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5298362
 
Bei Lisu wie Karen in Nordthailand gewinnt die Lohnmigration an Bedeutung und erreicht ein ähnlich hohes Niveau. Die überwiegende Mehrheit beider ethnischer Gruppen, Dorfbewohner wie Migranten, hält an ihrer ethnischen Identität fest. Auch wenn sich Migranten stärker an die Thai-Gesellschaft angepaßt haben als isoliert lebende Dorfbewohner und insbesondere die temporären Migranten als eine Art von culture broker fungieren, in dem sie beispielsweise das Konsumdenken oder thai-buddhistische Einflüsse in den Dörfern intensivieren, so darf ihr Einfluß auf die Dorfgemeinschaft und ihre Bereitschaft, sich in die Thai-Gesellschaft zu integrieren, nicht überbewertet werden. Die meisten urbanen Migranten siedeln in ethnisch geschlossenen Gemeinschaften. Nur gebildete Migranten, besonders die innovationsfreudigeren Lisu, vollziehen situative Wechsel ethnischer Identität. Christliche Karen betonen am deutlichsten ihre distinkte ethnische Identität. Trotz unterschiedlicher Ausprägungen ethnischer Identität spielt die emotionale Bindung an die ethnische Gruppe eine entscheidende Rolle bei der Abgrenzung gegenüber der dominanten Thai-Gesellschaft.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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