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Zwischen "Body Art" und "Videokunst. Körper und Video in der Aktionskunst um 197o

Antragstellerin Barbara Engelbach
Fachliche Zuordnung Kunstgeschichte
Förderung Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5318676
 
Um 1970 sind in der Aktionskunst zwei Phänomene zu beobachten, die widersprüchlich erscheinen: Aktionskünstler/innen beginnen ihren Körper zu malträtieren, gleichzeitig machen sie Video zum integralen Bestandteil ihrer Aktionen. Wird der Körper mit unmittelbarem Erleben, mit dem Hier und Jetzt einer Aktion verknüpft, so ist die Videoaufzeichnung mit Reproduktion assoziiert, da sie es ermöglicht, unabhängig von Zeit und Ort eine Aktion zu vermitteln. Bislang galt die Aufmerksamkeit der Kunstrezeption den schockierend oder befremdend empfundenen Selbstmalträtierungen; der Anteil der technischen Medien blieb weitgehend unberücksichtigt. Dabei ist es auffällig, dass in der Aktionskunst um 1970 die Medien einen konstituierenden Anteil an den Aktionen erhalten. Die Untersuchung des Wechselverhältnisses zwischen Körperaktion und Videoeinsatz macht deutlich, dass die Aktionskunst um 1970 das entscheidende Verbindungsglied darstellt zwischen der ephemeren Kunst um 1960 einerseits und der Installations- und Videokunst der figurativen Skulptur und der inszenierten Fotografie der achtziger und neunziger Jahre andererseits.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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