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Studien zur Ekklesiologie im 4. Jahrhundert
Antragstellerin
Dr. Christel Butterweck
Fachliche Zuordnung
Evangelische Theologie
Förderung
Förderung von 2001 bis 2004
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5326210
In diesem Projekt werden verschiedene Möglichkeiten ekklesiologischer Ansätze in der Zeit unmittelbar vor der Enstehung einer Ekklesiologie im heutigen Sinn betrachtet. Genauer handelt es sich um eine historisch-genetische Untersuchung und Darstellung des Kirchenverständnisses, das Athanasius von Alexandrien in Auseinandersetzung mit Euseb von Caesarea und Marcell von Ancyra entwickelt hat. Obwohl keiner dieser Bischöfe eine Schrift zur Ekklesiologie verfasst hat, sind Wesen und Aufgabe der Kirche implizit Gegenstand in den meisten ihrer Werke. Dies hängt mit den veränderten Existenzbedingungen der Kirche in der Zeit nach der sog. Konstantinischen Wende zusammen, in der sich Theologen vor allem im Bischofsamt zu ihrer neuen Funktion im Rahmen der sich entwickelnden "Reichskirche" sowie zu dieser selbst positionieren mussten. Die trinitarischen Streitigkeiten, die sich über die gesamte Amtszeit des Athanasius erstreckten, können dabei als Testfall für das Kirchenverständnis der verschiedenen Parteien dienen. Den Beitrag vor allem des Athanasius zum Erhalt der "Kirchenfreiheit" zu erhellen, ist Ziel dieser kirchen- und theologiegeschichtlichen Studie, die sich geschichtsphilosophische Überlegungen zur Institutionalisierung religiöser Vorstellungen zunutze macht.
DFG-Verfahren
Forschungsstipendien
