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Dogma, Dogmen, Dogmatik. Eine Untersuchung zur Begründung und Entstehungsgeschichte einer theologischen Disziplin von der Reformation bis zur Spätaufklärung

Fachliche Zuordnung Katholische Theologie
Förderung Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5327296
 
Vorliegende Habilitationsschrift zeigt historisch-dogmengeschichtlich und wissenschaftshistorisch die Begriffs- und Bedeutungsgeschichte von "Dogma" sowie die damit zusammenhängende theologische Begründung und Entstehungsgeschichte einer eigenen theologischen Disziplin Dogmatik von der Reformationszeit bis zur Spätaufklärung auf. Ausgehend vom jeweiligen Verständnis von Dogma und Dogmen bildete sich in der Theologie der Reformationszeit bei den christlichen Konfessionen eine Konzeption von Glaubenswissenschaft heraus, die vor allem nach der Loci-Methode arbeitete. Durch die Übernahme der aristotelischen Wissenschaftskonzeption in die Theologie am Ende des 16. Jahrhunderts kam es zu einer Verwissenschaftlichung in Darstellungsform und Methode, die eine Auffächerung der Theologie und eine Herausbildung einer eigenen Disziplin "theologia dogmatica" zur Folge hatte. Diese dogmatische Theologie entwickelte sich, wie die Untersuchung aufzeigt, durch weitere Thematisierung und Präzisierung des Dogmenbegriffes im 17. und 18. Jahrhundert inhaltlich und methodisch zur Hauptdisziplin der Theologie. Die in der Untersuchung gewonnenen Forschungsergebnisse zum Dogmen- und Dogmatikverständnis werden abschließend systematisch in ihrer Bedeutung für das moderne Verständnis der Dogmatik als "Wissenschaft vom Dogma" analysiert, wobei neue Verstehensmodelle von Dogma aufgezeigt und Konsequenzen für eine heutige, den Herausforderungen der Gegenwart verpflichtete dogmatische Theologie gezogen werden.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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