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Die oberschlesische Literaturlandschaft im 17. Jahrhundert. Bielefeld. 2001. 579 S.
Antragsteller
Professor Dr. Gerhard Kosellek
Fachliche Zuordnung
Germanistische Literatur- und Kulturwissenschaften (Neuere deutsche Literatur)
Förderung
Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5327342
Der Tagungsband ist Ergebnis einer Konferenz, die vom 18. bis zum 22. November 1998 stattgefunden hat. Sie knüpfte in ihrer Konzeption an die beiden vorhergehenden (Gerhard Kosellek (Hrsg.). Die Anfänge des Schrifttums in Oberschlesien bis zum Frühhumanismus. Frankfurt am Main 1997. 363 S., Gerhard Kosellek (Hrsg.). Oberschlesische Dichter und Gelehrte vom Humanismus bis zum Barock. Bielefeld 2000. 582 S.) an und stellte sich die Aufgabe, mittels monographischer Bearbeitungen von Autoren und deren Werken, der Charakteristik geistiger Strömungen und der Erfassung des kulturellen und wissenschaftlichen Potentials (Schulen, Bibliotheken, Buchdruck, Gebrauchsliteratur) eine von der Literaturgeschichtsschreibung bisher vernachlässigte Region zu erforschen. Im Vordergrund stand der Dichter Wenzel Scherffer von Scherffenstein, der mit mehreren Beiträgen gewürdigt wurde. Die Kasualpoetik, die Reiseliteratur, das Schuldrama, neulateinische Dichter aus Mährisch-Schlesien, Studien über Nikolaus Henel, den bedeutendsten Historiographen Schlesiens im 17. Jahrhundert, die Zusammenstellung seiner Handschriften aus der UB Breslau, Quellenbeiträge über die Zistersienserklöster Rauden und Himmelwitz sowie die sogenannte Gebrauchsliteratur waren weitere wichtige Objekte der wissenschaftlichen Untersuchungen. Dank des großen Spektrums der behandelten Probleme hat die oberschlesische Literaturlandschaft im 17. Jahrhundert schärfere Konturen erhalten, die von den Referaten und der als Protokoll festgeschriebenen Diskussion ausgehenden Impulse werden die künftige Forschung gewiß befruchten.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
