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Untersuchungen zur Etablierung einer Helicobacter pylori Infektion im Tiermodell unter Ausnutzung der Microarray-Technologie
Antragstellerin
Professorin Dr. Anne Müller
Fachliche Zuordnung
Parasitologie und Biologie der Erreger tropischer Infektionskrankheiten
Förderung
Förderung von 2001 bis 2004
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5328716
Helicobacter pylori ist ein klinisch relevanter bakterieller Infektionserreger, der im Menschen chronische Gastritis, Magengeschwüre und sogar maligne Transformationen wie MALT-Lymphom und Magenadenokarzinom auslösen kann. Es existieren zwei Tiermodelle, in denen jeweils Teilaspekte der Pathogenese untersucht werden können. Da die komplette Sequenz zweier Isolate inzwischen bekannt ist, konnte im Gastlabor ein cDNA-basierter Microarray konstuiert werden. Ein solcher Array ermöglicht einerseits die genaue Typisierung von Stämmen, andererseits die Analyse des Transkriptionsprofils unter experimentell variierbaren Bedingungen. Ein in diesem Antrag vorgeschlagenes Projekt sieht vor, den existierenden Array auf neuartige Weise zu nutzen. Eine Transposonbank von H.pylori soll im Mausmodell etabliert und die im input pool, nicht aber im output pool vertretenen Gene identifiziert werden. Alle nicht mehr nachweisbaren Gene können als für Kolonisierung und Persistenz essentiell angesehen werden. Ein weiteres, zum ersten komplementäres Projekt zielt darauf ab, die im Tiermodell induzierten Gene über differential fluorescence induction zu identifizieren. Mit Hilfe eines ebenfalls schon existierenden Maus-Arrrays soll darüber hinaus in einem dritten anvisierten Projekt die Lymphomentwicklung und -auflösung nach Eradikation des Erregers untersucht werden.
DFG-Verfahren
Emmy Noether-Auslandsstipendien
