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Das Recht der Tablettes Albertini
Antragsteller
Dr. Hendrik Weßel
Fachliche Zuordnung
Grundlagen des Rechts und der Rechtswissenschaft
Förderung
Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5345743
Der Gegenstand der Arbeit sind die Tablettes Albertini aus dem Vandalenreich, der wichtigste und größte Fund lateinischer Kaufurkunden aus der Antike. Die 1952 edierten Urkunden sind bisher nur unzureichend erforscht. Sie sind die einzige erhebliche Quelle zur Fortgeltung des römischen Rechts im Vandalenreich. Die Tablettes Albertini vermögen zu einer vielzahl sehr unterschiedlicher Einzelprobleme des klassischen wie des spätantiken römischen Rechts neue Erkenntnisse beizusteuern. Der Schwerpunkt der Erörterung liegt dabei auf so zentralen Fragen wie dem Kauf- und Eigentumsrecht sowie der Urkundenlehre. Auch zu Wegerechten und dem Familienrecht lassen sich viele interessante Beobachtungen machen. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf einer speziellen, in der Antike nur in Afrika verbreiteten Form der Erbpacht. Die erörterten Urkunden zeigen die Anwendung des römischen Rechts in der Praxis. Sie bieten damit die seltene Gelegenheit, die überlieferten Normen des römischen Rechts auf ihre Geltung im täglichen Leben zu überprüfen.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
