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Vergleichende Untersuchungen über die T-Zell-vermittelte Immunität nach Masern und nach Masernlebendimpfung
Antragsteller
Professor Dr. Ralph Nanan
Fachliche Zuordnung
Kinder- und Jugendmedizin
Förderung
Förderung von 2001 bis 2004
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5348482
Es gibt zahlreiche Hinweise dafür, dass T-Zellen für die Immunität nach Masern von entscheidender Bedeutung sind. In diesem Forschungsvorhaben sollen deshalb die Frequenz, Spezifität, Lebensdauer und die funktionellen Eigenschaften MV-spezifischer CD8+ und CD4+-Zellen nach natürlicher Infektion und nach Impfung vergleichend untersucht werden. Methodisch soll auf kürzlich entwickelte Technologien zurückgegriffen werden, die eine direkte quantitative und qualitative Analyse virus-spezifischer T-Zellen ex vivo auf Einzelzellebene ermöglichen (intrazelluläre Zytokin-Färbung, HLA-Tetramere). Es soll die T-Zellvermittelte Immunantwort gegen das gesamte MV sowie gegen einzelne Strukturproteine charakterisiert werden. Insbesondere im Hinblick auf das genetisch heterogene Humansystem bietet die Tetramertechnologie durch den direkten Vergleich von T-Lymphozyten definierter Spezifitäten entscheidene Vorteile. Durch diese Arbeiten sollen Unterscheidungsmerkmale der T-Zellvermittelten Immunität nach Impfungen und nach natürlichen Masern erarbeitet werden. Diese Erkenntnisse können möglicherweise der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer dringend benötigten neuen Masernvakzine darstellen. Außerdem sollen die methodischen Voraussetzungen geschaffen werden, um neue Impfstoffe auf ihre Fähigkeit Langzeitimmunität zu induzieren überprüfen zu können.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
