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Die Politik der Dekonstruktion Politische und ethische Konzepte im Werk von Jacques Derrida
Antragsteller
Dr. Dietrich Krauß
Fachliche Zuordnung
Politikwissenschaft
Förderung
Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5349760
Die Dekonstruktion ist eine der einflußreichsten und umstrittensten philosophischen Positionen der Gegenwart. In seinen jüngsten Veröffentlichungen hat ihr Begründer Jacques Derrida den vielbeachteten Versuch unternommen, die Dekonstruktion auch auf dem Feld von Ethik und Politik fruchtbar zu machen. Die vorliegende Arbeit rekonstruiert erstmals umfassend die politischen Positionen Derridas und diskutiert ihre Relevanz im zeitgenössischen Diskurs politischer Philosophie. Die Politik der Dekonstruktion erweist sich demnach nicht als eine ethische Neuorientierung, sondern als eine relativ bruchlose Übertragung früherer philosophischer Positionen Derridas auf den Gegenstand der Politik. Die Reichweite dieses Ansatzes, der versucht mit den Begriffen von Texttheorie und Metaphysikkritik Politik zu machen, erweist sich dabei nach Einschätzung des Autors als sehr begrenzt. Die dekonstruktive Kritik von Politik und Recht verzerrt und verfehlt ihren Gegenstand. Derridas begriffliches Instrumentarium ist zu grob, seine eigenen Positionen blieben zu unterbestimmt - die Dekonstruktion kann keinen wirklich bedeutenden Beitrag zur politischen Philosophie der Gegenwart leisten.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
