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Georg Büchners naturwissenschaftliche Schriften
Antragsteller
Udo Roth
Fachliche Zuordnung
Germanistische Literatur- und Kulturwissenschaften (Neuere deutsche Literatur)
Förderung
Förderung von 2002 bis 2003
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5357273
Die naturwissenschaftlichen Schriften Georg Büchners, seine zwischen Oktober 1835 und März 1836 entstandene, nach umfangreichen Um- und Überarbeitungen im Juli gedruckte Dissertation Mémoire sur le système nerveux du barbeau und die im November gehaltene Züricher Probevorlesung "Über Schädelnerven", offerieren eine genuin romantischen Traditionslinien verhaftete Konzeption des Organischen. In deutlicher Abgrenzung zu der (neo)physikotheologischen Naturbetrachtung englischer Provenienz und der ausschließlickh empirisch-deskriptiven Naturwissenschaft französischer Prägung einerseits, aber auch der idealistisch-morphologisierender Deutung Goethescher Manier andererseits propagiert Büchner eine 'philosophische' Naturdeutung, die durch Verquickung empirischer und philosophischer Gesichtspunkte, wobei die Anatomie die Grundlagen schafft, auf denen die Entwicklung gedanklich nachvollzogen werden kann, das Verständnis zu sensibilisieren sucht für eine analytische, gleichwohl realgenetische Evolution, die, auf der Grundlage eines ontologischen Geltungsstatus besitzenden Grundgesetzes der Natur, aus in einem 'Urtypus' angelegten Strukturen stufenweise die 'höchsten und reinsten Formen' entfaltet.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
