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Zwischen zwei Diktaturen. Zur Geschichte der Juden in Rumänien 1944-1949

Antragstellerin Dr. Hildrun Glass
Fachliche Zuordnung Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Förderung Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5360072
 
Die Studie zeichnet zunächst in Grundzügen ein Bild der Lage der Juden in Rumänien in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Auf die verschiedenen Probleme, die sich aus der Verfolgung unter der Antonescu-Diktatur (194o-1944) ergaben, wird dabei ebenso eingegangen, wie auf die Auswanderungsproblematik und die komplexe Struktur der jüdischen Organisationen, Parteien und Gemeinden. Im Mittelpunkt der Studie steht indes der Prozeß der Gleichschaltung der jüdischen Minderheit in den Jahren der kommunistischen Machtergreifung in Rumänien. Bis heute wirkt der Mythos eines sogenannten 'jüdischen' Kommunismus im öffentlichen Diskurs Rumäniens, aber auch der anderen Staaten des ehemaligen Ostblocks nach. Diesen Mythos zu entblättern ist eine Aufgabe der vorliegenden Studie. Sie löst die Forschung aus der Fixierung auf die kleine Gruppe der jüdischen Kommunisten, sie rückt das Schicksal der großen Mehrheit der jüdischen Bevölkerung ins Zentrum der Betrachtung und führt durch die Analyse der Ereignisse vor Augen, durch welche Mechanismen diese Gruppe zum Opfer der linken Diktatur wurde.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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