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Die Wirtschaft der SS
Antragsteller
Privatdozent Dr. Hermann Kaienburg
Fachliche Zuordnung
Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Förderung
Förderung von 2002 bis 2003
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5366137
Ziel der Forschungsarbeit war es, die wirtschaftlichen Unternehmungen im Herrschaftsbereich Himmlers auf aktuelle Quellengrundlage neu und umfassend zu erforschen. Die bisher einzige Monographie über die SS-Wirtschaft wurde vor etwa 3o Jahren veröffentlicht und ist aus heutiger Sicht unbefriedigend. Für die nationalsozialistischen Konzentrationslager, aber auch für die Waffen-SS, die Siedlungspolitik und andere Machtbereiche Himmlers stellten die Wirtschaftsunternehmen der SS ein wichtiges Instrumentarium dar, das die auseinanderdriftenden Teilbereiche des SS-Imperiums miteinander verband. Das Streben nach wirtschaftlicher und technischer Modernisierung, die Tendenz zur Kommandowirtschaft und der umfangreiche Einsatz von Zwangsarbeitern (KZ-Häftlingen, Juden, Kriegsgefangenen) sind die auffälligsten Merkmale des SS-Wirtschaftsimperiums, dessen Entwicklung sich gegenüber zu einfachen Interpretationen bislang als sperrig erwiesen hat. Die Studie enthält sowohl wichtige Detailrecherchen über alle SS-Unternehmen als auch umfangreiche analytische Betrachtungen zu ihrer Bedeutung für die SS und für die deutsche Wirtschaft während des Zweiten Weltkriegs.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
