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Judenverfolgung in Deutschland - eine innere Angelegenheit? Internationale Reaktionen auf die Flüchtlingsproblematik 1933-1939

Antragsteller Dr. Fritz Kieffer (†)
Fachliche Zuordnung Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Förderung Förderung von 2002 bis 2003
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5377605
 
Die USA, Großbritannien und Frankreich sicherten Deutschland noch 1938 ausdrücklich das Recht zu (the entire right - le droit absolu), "Maßnahmen gegen bestimmte Staatsbürger" zu ergreifen. Gegen die Auswirkung dieser "Maßnahmen" - die Flucht der Betroffenen - schotteten sich alle potentiellen Einwanderungsländer durch finanzielle Barrieren ab. Die Hilfsorganisationen allein konnten die Kosten einer Massenauswanderung nicht tragen. So blieb zur Finanzierung einer geordneten Auswanderung nur das jüdische Vermögen in Deutschland. Aber wie konnten bei dem chronischen deutschen Devisenmangel die benötigten Mittel ins Ausland transferiert werden? Die Versuche der Jewish Agency (1933), des Völkerbundes (1933-1939), des Londoner New Court Committee (1936/37) und des in Evian gegründeten Intergovernmental Committee (1938/39) eine Lösung zu finden, wurden bisher, wenn überhaupt, nur am Rand oder auf schmaler Quellenbasis behandelt. Die Flüchtlingsproblematik, die Rolle der Großmächte (ohne Sowjetunion, aber einschließlich Deutschlands) und der Einfluß der Boykottbewegung auf die politischen Entscheidungen sind Thema dieser Arbeit.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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