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Das Verhältnis der Allmacht Gottes zum Kontradiktionsprinzip nach Wilhelm von Ockham
Antragsteller
Hubert Schröcker
Fachliche Zuordnung
Katholische Theologie
Förderung
Förderung von 2002 bis 2003
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5379443
Der Philosoph und Theologe Wilhelm von Ockham (ca. 1285 - 1347) galt lange als Denker der uneingeschränkten Macht Gottes. Doch auch er gibt zu, dass Gott nichts logisch Unmögliches tun kann, dass seine Allmacht also durch das Kontradiktionsprinzip begrenzt ist. Der erste Teil der Arbeit untersucht an ausgewählten Beispielen, was Gott nach diesem Prinzip tun kann und was nicht. Der zweite Teil fragt, warum für Gott etwas unmöglich ist. Gott kann sich auf ein Verhalten festlegen, an das er ("de potentia ordinata") gebunden ist, wenngleich er an sich ("de potentia absoluta") auch anders handeln könnte. In einem bestimmten Sinn kann Gott Urheber der Sünde sein. Gott kann zwar keinen anderen Gott erschaffen, wohl aber eine andere trinitarische Person hervorbringen. Der Allmacht entzogen sind die Artenordnung, grundlegende Prinzipien der Ethik und manche Glaubensartikel. Die Frage, warum für Gott etwas unmöglich ist, behandeln Heinrich von Gent, Duns Scotus und Ockham angesichts der Lehre von den Eigenschaften und Ideen Gottes und von der Möglichkeit. Während Heinrich das Unmögliche letztlich auf Gottes Macht zurückführt, ist es für Scotus formal aus an sich unmöglich. Nach Ockham entspricht das Unmögliche den Grenzen der göttlichen Macht so, dass sich keines von beiden auf das andere zurückführen lässt.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
