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Jenseits vom Glück. Perspektiven auf Melancholie, Hypochondrie und Suizid im späten 18. Jahrhundert

Antragstellerin Julia Schreiner
Fachliche Zuordnung Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Förderung Förderung von 2002 bis 2003
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5385977
 
Phänomene "jenseits vom Glück" hatten im späten 18. Jahrhundert Konjunktur: Mit Melancholie, Suizid und Hypochondrie beschäftigte sich in den letzten Dekaden vor 18oo eine wahre Flut von Schriften. Dieser "dunklen" Seite der Aufklärung widmet sich meine Arbeit; sie leistet damit einen Beitrag zur Kultur- und Geistesgeschichte des späten 18. Jahrhunderts. Im Gegensatz zur bisherigen Forschung werden Suizid, Melancholie und Hypochondrie nicht von einander getrennt analysiert. Es rücken vielmehr die vielfältigen Bezüge zwischen diesen Themen in den Vordergrund. Für dieses interdisziplinäre Vorgehen bietet sich ein diskursanalytischer Ansatz an. Die untersuchten Themen werden also aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Nur so tritt die facettenreiche Vernetzung der verschiedenen Argumentationsstränge zu Tage; nur so werden die Bedeutungen von Melancholie, Hypochondrie und Suizid in all ihrer Ambivalenz transparent. Auf der Basis eines breit angelegten Quellenrepertoires, das beispielsweise von juristischen Abhandlungen über erfahrungsseelenkundliche Zeitschriften bis hin zu literarischen Texten reicht, gewährt meine Studie Einblicke auf die viefältige Gedankenwelt des späten 18. Jahrhunderts.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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