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Speichelpellikel von Kindern unterschiedlicen Alters - ihre Proteinzusammensetzung und ihr Einfluss auf den Demineralisationsprozess am Zahnschmelz

Antragsteller Dr. Thorsten Henning
Fachliche Zuordnung Zahnheilkunde; Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Förderung Förderung in 2003
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5407750
 
Voraussetzung für die Kariesauslösung ist der Biofilm an den Zahnoberflächen, der durch Besiedlung der Pellikel durch Mikroorganismen unter Ausbildung der Plaque entsteht. Die Pellikel entsteht durch selektive Anhaftung von Speichelproteinen. Der Grund hierfür liegt in den physikochemischen Eigenschaften der Speichelproteine und des Zahnschmelzes. Als Folge der selektiven Anhaftung der Proteine unterscheiden sich Speichel und Pellikel in ihrer Proteinzusammensetzung. Die Pellikel als biologische Membran kann möglicherweise in Abhängigkeit von ihrem Gesamtproteingehalt und der Proteinzusammensetzung den De- und Remineralisationsprozess am Zahnschmelz beeinflussen und damit die Ausbildung von kariöser Zahnschmelz- und Dentinläsionen modulieren. Weiterhin ist anzunehmen, dass sich bei Kindern unterschiedliche Pellikeltypen nachweisen lassen, und dass sich das mit zunehmendem Alter der Kinder verändernde Speichelproteinspektrum in der Pellikel widerspiegelt. Die Kenntnis der Veränderung der Pellikelmenge und -zusammensetzung im Kindes- und Jugendalter und der Nachweis ihrer Schutzfunktion im Demineralisationsmodell in vitro könnte das Verständnis erweitern und neue Möglichkeiten zur Erhaltung der oralen Gesundheit eröffnen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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