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Das religiöse Denken Honens

Fachliche Zuordnung Religionswissenschaft und Judaistik
Förderung Förderung von 2004 bis 2005
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5441986
 
Die Arbeit ist die erste systematische Untersuchung zu Honensreligiösem Denken in einer westlichen Sprache. Auf der Basiseiner Darstellung der Tradition des Reinen Land Buddhismus vonIndien über China nach Japan werden die Eigenarten und Neuerungenvon Hônens Denken herausgearbeitet. Der Hauptteil bestehtin einer Analyse seines Hauptwerkes Senchaku-shu sowie in derÜbersetzung eines Grossteils davon. Anhand der Entsprechungseiner "dialektischen" Denkmethode und seiner Lehre der "Wahl"der "ausschließlichen Nembutsu-Praxis" lässt sich aufzeigen,dass Hônen der einzige der Kamakura-"Reformer" ist, der den vonder Heian- zur Kamakura-Zeit stattfindenden Paradigmenwechselim japanischen Buddhismus bewusst reflektiert und auf einenBegriff (denjenigen der "Wahl") gebracht hat. Mit diesemBegriff begründet er den Paradigmenwechsel von einem"hierarchisch-inklusiven" System von Lehre und Praxis, das fürden bisherigen Buddhismus charakteristisch ist, zu einem"egalitär-exklusiven" System, der die in der Kamakura Zeit neuentstehenden Schulen des japanischen Buddhismus kennzeichnet.Im Schlussteil werden durch einen Strukturvergleich von Hônens"Reform" und der Reformation Luthers nicht nur frappierendeÄhnlichkeiten zwischen beiden herausgearbeitet, sondern auchStrukturen religiöser Erneuerungen allgemein erhoben.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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