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Slavische Sprachelemente in Ortnamen Ostbayerns (Oberpfalz und Niederbayern)

Antragsteller Dr. Wolfgang Janka
Fachliche Zuordnung Einzelsprachwissenschaften, Historische Linguistik
Förderung Förderung von 2005 bis 2007
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5451708
 
Ziel der Arbeit ist die möglichst vollständige Erfassung und sprachwissenschaftliche Auswertung des in den Ortsnamen der bayerischen Regierungsbezirke Oberpfalz und Niederbayern enthaltenen slavischen Sprachmaterials in einer Monographie. Das Untersuchungsgebiet befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Tschechischen Republik (Böhmen) und stellt somit einen wichtigen Bestandteil des slavisch-deutschen Kontaktgebiets dar. Im Rahmen einer an den Sprachebenen der Phonologie, Morphologie und Lexik orientierten Untersuchung werden Erkenntnisse über die von den slavischen Siedlern gesprochene Sprache ( Bayernslavisch ), die fast ausschließlich in Eigennamen überliefert ist, und ihre Stellung innerhalb des Westslavischen, d.h. das Verhältnis v.a. zum Alttschechischen und Altsorbischen, gewonnen. Die Strukturanalyse der Ortsnamen und die Beschreibung des Integrationsprozesses ins Deutsche liefern wertvolle Aufschlüsse über die slavische Namentypologie und über den slavisch-deutschen Sprachkontakt. Unter Einbeziehung von Ergebnissen benachbarter Disziplinen (Germanistik, Archäologie, Geschichtswissenschaft, Geographie) leistet die primär in der slavistischen Sprachwissenschaft verankerte Arbeit durch die zeitliche Einordnung dieses Sprachkontakts einen wichtigen Beitrag zur siedlungsgeschichtlichen Erforschung Ostbayerns.
DFG-Verfahren Forschungsstipendien
 
 

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