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E-Partizipation für Transformationen nutzbar machen: Erkundung von Anwendungsfeldern, Einflussfaktoren und Wirkungen (eParT)

Fachliche Zuordnung Sozialwissenschaften
Elektrotechnik und Informationstechnik
Informatik
Medizin
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 549092557
 
Angesichts wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen und des schnellen Fortschritts digitaler Technologien gewinnt E-Partizipation zunehmend an Bedeutung. Dennoch gibt es weiterhin große Forschungslücken, die unter anderem darauf zurückzuführen sind, dass verschiedene wissenschaftliche Disziplinen kaum vernetzt arbeiten. Dies führt zu Uneinigkeit über Begriffe, Konzepte und Methoden. Es ist zudem noch nicht vollständig geklärt, welche Faktoren den Zugang und die langfristige und wirkungsvolle Nutzung von E-Partizipation ermöglichen. Der Forschungsimpuls eParT nimmt als erster eine inter- und transdisziplinäre Forschungsperspektive ein, um die Frage zu beantworten, wie E-Partizipation gestaltet sein muss, um Transformationsprozesse in den miteinander verknüpften Bereichen Gesundheit, Energie, Mobilität und Bildung erfolgreich umzusetzen. Geleitet von den Kernprinzipien der Transdisziplinarität, Citizen Science und angewandter Forschung ist eParT in drei übergreifende Themenbereiche mit ihren jeweiligen Schnittstellen eingebettet: (1) Treiber und Ansätze, (2) Technologien und Dienste sowie (3) Kapazitäten und Transfer. Daraus ergeben sich vier Forschungsfelder, die jeweils einer gemeinsamen übergeordneten Forschungsagenda folgen. Feld 1zielt darauf ab, theoretische und praktische Erkenntnisse zur E-Partizipation in Transformationsprozessen zu erweitern, indem es Perspektiven aus der Politikwissenschaft, Informatik und Ingenieurwissenschaften integriert. Feld 2 fördert ein nutzerzentriertes Design mit dem Ziel, die E-Partizipation bei der Entwicklung transformativer Technologien zu erhöhen. Feld 3 untersucht die medienpragmatischen, motivationalen und verhaltensbezogenen Grundlagen und Treiber, die für eine erfolgreiche E-Partizipation erforderlich sind. Feld 4 konzentriert sich auf die Entwicklung und Evaluierung von Strategien, Methoden und Funktionen für die partizipationsbasierte Erhebung, Analyse und Nutzung sozio-räumlicher Daten. Jedes Feld folgt einer gemeinsamen chronologischen Struktur von Phasen, die iterativ durchlaufen werden: Phase 1: Analyse und Systematisierung des Forschungsstands; Phase 2: Entwicklung, Erprobung und Evaluierung neuer Ansätze, Instrumente und Methoden; Phase 3: Konsolidierung, gemeinsame Reflexionen und anschließender Transfer der Erkenntnisse. Zur Unterstützung der Zusammenarbeit innerhalb und zwischen den Forschungsfeldern werden alle Projektaktivitäten durch eine übergeordnete Struktur koordiniert und unterstützt, die für Koordination, Projektmanagement und Vernetzung verantwortlich ist. Die Forschungsergebnisse aus den vier Themenfeldern werden schrittweise im „Participation Hub“ gebündelt und an Bürger sowie Stakeholder kommuniziert. Neben der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen umfasst der Hub eine Online-Plattform mit digitalen Tools zur E-Partizipation, Erfahrungsberichten und Empfehlungen, Schulungsangeboten, Lehrmaterialien für die Hochschullehre und Impulsen für weiterführende Forschung.
DFG-Verfahren Forschungsimpulse
Beteiligte Institution Universität Potsdam
 
 

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