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FOR 5939:  RING: Rotationsbewegungen in der Physik, Geophysik und Geodäsie

Fachliche Zuordnung Geowissenschaften
Physik
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 553176123
 
Laseroptische Technologien zur Messung von Rotationsbewegungen auf lokalen und globalen Skalen stehen kurz davor, Empfindlichkeiten zu erreichen, die sie für die Ergänzung klassischer Ansätze wie weltraumgeodätischer Methoden (z. B. Very Long Baseline Interferometry, Satelliten- oder Mondlaserentfernung) in der Geodäsie attraktiv machen oder für Bodenbewegungsmessungen mit Standard-Seismometern in der Geophysik. Die zusätzlichen, bodengestützten Observablen haben ein enormes Potenzial, wissenschaftliche Fragen im Zusammenhang mit der Ermittlung der Polarbewegung, Tageslängenvariationen (LoD), dem Verständnis und der Modellierung terrestrischer, ozeanischer, vulkanischer und planetarer seismischer Wellenfelder voranzutreiben, sowie ihrer umweltbedingten, strukturellen und tektonischen Ursachen. Diese Forschergruppe wird auf jahrzehntelanger weltweit führender Forschung auf dem Gebiet der Ringlaser- (und anderer optischer) Technologien und ihrer Anwendungen in der Geodäsie und Geophysik aufbauen, an der Forschungsgruppen in den Bereichen Photonik, Geodäsie und Geophysik beteiligt sind. Das ultimative Ziel besteht darin, eine hochempfindliche Rotationsmessung in die Standardarbeitsabläufe der Ermittlung von Erdorientierungsparametern (EOPs) in der Geodäsie sowie der Beobachtung und Modellierung breitbandiger terrestrischer und planetarer seismischer Wellenfelder (sofern zutreffend) zu etablieren. Unsere Ziele sind, 1) optische Technologien zu entwickeln und anzuwenden, die ein beispielloses Maß an kurz- und langfristiger Stabilität und Empfindlichkeit für die Erfassung von Rotationsbewegungen sowohl in der Geodäsie als auch in der Geophysik (tragbare Sensoren) ermöglichen, 2) die Kopplung von atmosphärischen und hydrologischen Einflüssen mit der Bewegung der Erdoberfläche zu verstehen und zu korrigieren, und 3) die Mehrkomponentenbeobachtungen nutzen, um die Auswirkungen des globalen Massentransfers auf die Erdrotation im Bereich der Geodäsie besser zu verstehen und das Potenzial zusätzlicher Rotationsmessung in der Seismologie für die Charakterisierung seismischer Quellen, die Tomographie usw. zu nutzen.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen

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