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Electronic_Music_School. Erforschung und Gestaltung von Designprinzipien für den Unterricht in kreativer elektronischer Musikpraxis an Musikschulen und Schulen

Fachliche Zuordnung Allgemeines und fachbezogenes Lehren und Lernen
Musikwissenschaften
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 559492458
 
Der kreative Einsatz analoger und digitaler Technologien ist ein zentraler Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen und bietet Chancen für persönlichen Ausdruck, kulturelle Teilhabe und musikalische Entwicklung. Während an Musikhochschulen Ausbildungsformate in elektroakustischer Komposition, Sounddesign und Klangkunst etabliert sind, besteht eine erhebliche Lücke bei den Lernangeboten für Kinder und Jugendliche. Musikschulen bieten im Vergleich zum traditionellen Instrumental- und Gesangsunterricht nur vereinzelt Angebote an und die Lehrpläne des allgemeinbildenden Musikunterrichts integrieren elektronische Musikpraxis (EMP) nur unzureichend. Zudem ist die Lehrkräftebildung in diesen kreativen Bereichen mangelhaft. Die bestehende Forschung fokussiert sich überwiegend auf einzelne Tools und Anwendungsbereiche, anstatt auf die didaktische Rahmung des Unterrichts. Das vorliegende Vorhaben zielt daher auf eine kooperativ-vergleichende Studie zur Gestaltung des Unterrichts in kreativer EMP durch zwei Teilprojekte: Am Institute for Computer Music and Sound Technology der Zürcher Hochschule der Künste wird die Musikschulpraxis untersucht, während am Institut für Musik der Pädagogischen Hochschule Freiburg der allgemeinbildende Musikunterricht im Fokus steht. Das dreijährige Vorhaben wird von der Dokumentarischen Entwicklungsforschung gerahmt, die entwicklungsorientierte (Design-Based Research) und qualitativ-rekonstruktive Methodik kombiniert. Regelmäßige Entwicklungs- und Forschungswerkstätten fördern den kooperativen Entwicklungs- und Forschungsprozess. Ziel ist die Gestltung empirisch fundierter Designprinzipien für EMP in (Musik-)Schulen. Ergebnisse des Projekts umfassen zwei Promotionsprojekte, Artikel, Publikationen und ein abschließendes Symposium sowie die Veröffentlichung fachdidaktischer Designelemente. Es trägt außerdem aktiv zur wissenschaftlichen und fachdidaktischen Professionalisierung der beteiligten Akteur*innen. Das Team vereint Fachwissen in Kompositions- und Improvisationsdidaktik, elektronischer Musik sowie entwicklungsorientierter und rekonstruktiver Forschung. Ein Expertenbeirat leitet das Projekt, ergänzt durch drei jährliche Workshops mit externen Gästen und ein abschließendes Symposium zur Einbeziehung der internationalen Community. Das Projekt leistet einen bedeutenden Beitrag zur Grundlagenforschung im Bereich der EMP und fördert das Verständnis von Schule und Musikschule als interagierende Teile eines vernetzten Lernökosystems. Es ermöglicht einen nachhaltigen Austausch zwischen Bildungseinrichtungen und erfahrenen Künstlern, wodurch neue Wege für die kreative musikalische Entfaltung und die Teilhabe junger Menschen an elektronischer Musikpraxis eröffnet werden. Nicht zuletzt befähigt das Vorhaben zur wissenschaftlich fundierten Mitgestaltung kultureller und gesellschaftlicher Veränderungen in musikpädagogischen Institutionen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Schweiz
Kooperationspartner Professor Germán Toro-Pérez
 
 

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