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Sprechatmung und nicht-lexikalischen Vokalisierungen in gesprochener Interaktion
Antragsteller
Dr. Jürgen Trouvain
Fachliche Zuordnung
Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft, Experimentelle Linguistik, Typologie, Außereuropäische Sprachen
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 566490413
Atmung ist für Sprechen notwendig. Das Atemverhalten untermauert oft übersehene und kaum untersuchte Vokalisierungen in Gesprächen. Hörbare Ein- und Ausatmung, häufig von Schnalzlauten begleitet, trägt zur Gesprächsführung bei. Lachen im Gespräch hat eine kommentierende Funktion und zeigt affektive Informationen genauso wie Seufzen und Keuchen. Diese nicht-lexikalischen Vokalisierungen (NLV) formen grundlegende Prozesse in gesprochener Interaktion, doch handelt es sich dabei größtenteils um Lautereignisse, die in experimentellen Arbeiten wenig beachtet werden. In diesem Projekt wird die Rolle und der Gebrauch der Atmung und der atembezogenen NLV im alltäglichen Gespräch untersucht. Es werden Audio-, Video- und kinematische Atemdaten von Sprecherpaaren in drei Sprachen (Englisch, Deutsch und Französisch) aufgezeichnet. Dies wird eine detaillierte Untersuchung der phonetischen Form, Position und Funktion der NLV ermöglichen. Das Projekt wird instrumentelle und interaktionelle Ansätze zur Phonetik von Gesprächsinteraktion kombinieren, um die Flexibilität von Sprecherbeiträgen zu erforschen und zu verstehen, die durch Markierung von Pausen, Sprecherwechsel, Syntax und Sprechplanung gekennzeichnet sind. Auf diese Weise werden wir neue Einsichten in die Organisation linguistischer Konstrukte gewinnen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Internationaler Bezug
Großbritannien
Partnerorganisation
Arts and Humanities Research Council
Kooperationspartner
Professor Dr. Richard Ogden
