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Neuro- und Verhaltenssignaturen von subjektivem versus objektivem Hörerfolg nach Cochlea-Implantation (COMPANION)

Fachliche Zuordnung Kognitive und systemische Humanneurowissenschaften
Biologische Psychologie und Kognitive Neurowissenschaften
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Phoniatrie und Audiologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 566595267
 
Cochlea-Implantate (CIs) haben die Behandlung von hochgradigem Hörverlust revolutioniert und ermöglichen Zugang zur gesprochenen Sprache. Dennoch bleibt der Zusammenhang zwischen subjektiven Hörerfahrungen und objektiver Hörleistung bei CI-Nutzern unzureichend verstanden. Während objektive Messungen wie Spracherkennung nach der Implantation ansteigen, weichen subjektive Selbsteinschätzungen oft ab. Diese Diskrepanz stellt eine Herausforderung für die Optimierung von Patientenergebnissen und die Personalisierung der Rehabilitation dar. Im Projekt COMPANION (COchlear iMPlANt subjectIve Objective listeniNg) untersuchen wir systematisch die neurale und verhaltensbezogene Signaturen des subjektiven versus des objektiven Hörerfolgs engmaschig in den ersten sechs Monaten nach CI-Aktivierung. Mit einem längsschnittlichen, multimodalen Ansatz werden in drei Arbeitspaketen (work packages; WP) zentrale Fragestellungen bearbeitet. In WP1 wird die Funktion zwischen subjektivem und objektivem Hören anhand eines Digit-Triplet-Tests vor und nach der Implantation ermittelt. WP2 untersucht die neuronalen Grundlagen dieser Beziehung mithilfe von EEG-Daten, einschließlich des sog. Neural trackings in niederen Frequenzen (objektives Hören) und der Modulation von Alpha (8–12 Hz) Power (subjektive Bewertung). WP3 testet das Potenzial einer strukturierten Patientenschulung zur Kalibrierung von subjektivem und objektivem Hören, um das Selbstbewusstsein der Patienten zu stärken und die klinischen Ergebnisse zu verbessern. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass die subjektive Einschätzung zunächst hinter objektiven Verbesserungen zurückbleibt, sich jedoch mit der Zeit umkehren kann. Alpha-Oszillationen und Neural tracking im EEG erweisen sich als vielversprechende Biomarker für diesen Rekalibrierungsprozess von subjektivem zu objektivem Hörerfolg, und erlauben so Einblicke in dieses sog. “Meta-Zuhören”. Geplant ist die Rekrutierung von 30 einseitig implantiertn CI-Nutzenden sowie 30 alters- und bildungsentsprechenden Kontrollpersonen. In der Engführung subjektiver Erfahrungen mit objektiver Hörleistung wählt unser Projekt einen erweiterten Blick auf jene kognitiven und neuronalen Prozesse, die der sensorischen Adaptation an CIs zugrunde liegt.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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