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Förderung des systemischen gesellschaftlichen Wandels zum Erhalt der biologischen Vielfalt durch Rückverbindung mit der Natur

Antragstellerin Dr.-Ing. Ellen Fetzer
Fachliche Zuordnung Ökologie und Biodiversität der Pflanzen und Ökosysteme
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 570081945
 
Die Verbundenheit des Menschen mit der Natur ist ein wesentlicher Motor für den gesellschaftlichen Wandel zum Schutz der biologischen Vielfalt. Im Einklang mit dem Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework unterstreicht dieses Projekt die kombinierte Wirkung von Naturerfahrung und Naturverbundenheit bei der Förderung eines gesellschaftlichen Wandels zum Schutz und zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt. Mit dem Societal Transformation Laboratory for Nature Reconnection Advocacy (STLNRA) wollen wir einen Wandel der sozio-ökologischen Systeme in drei mitteleuropäischen Pilotregionen herbeiführen: den urbanen Funktionsräumen (UFAs) in Warschau (Polen), Wien (Österreich) und Stuttgart (Deutschland). Unser Ziel ist es, umsetzbare Erkenntnisse zu gewinnen, die eine integrierte Landschaftsentwicklung und – pflege ermöglichen und zugleich die Naturverbundenheit stärken. Um dies zu erreichen, haben wir uns drei wissenschaftliche Kernziele gesetzt: 1) Analyse der Mensch-Umwelt-Systemen in den UFAs und Entwicklung eines Konzepts zur Förderung der Naturverbundenheit; 2) Entwicklung der STLNRA-Methode; und 3) Erprobung und Bewertung der STLNRA in lokalen Fallstudien. Diese Ziele sind darauf ausgerichtet, das System zu verstehen, den Transformationsprozess zu gestalten und Veränderungen hin zu naturpositiven Ergebnissen in einem spezifischen soziogeografischen Kontext zu erproben. Unter Verwendung eines systemischen, multimethodischen Ansatzes innerhalb der Fallstudien kombiniert unsere Forschung sozio-empirische Methoden (z.B. Online-Befragungen und partizipative Kartierungen, ethnographische Methoden wie Interviews, Beobachtungen, sowie multisensorische und visuelle Ethnographie), transformative Forschungsansätze wie partizipative Aktionsforschung und Forschendes Entwerfen, sowie raumbezogene Techniken. Unser internationales und interdisziplinäres Konsortium vereint Fachwissen in den Bereichen Landschafts- und Stadtplanung, Ressourcenmanagement, Soziologie, Ethnografie und globale Transformationsforschung. Durch die aktive Einbindung lokaler und regionaler Interessengruppen wollen wir den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft auf allen Ebenen verbessern. Citizen-Science-Initiativen werden die Beteiligung der Öffentlichkeit und das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse weiter fördern, was für die Entwicklung eines systemischen Wandels zum Schutz der biologischen Vielfalt entscheidend ist. Wir betrachten die Natur als kritischen Akteur im Transformationsprozess hin zu nachhaltigen Praktiken. Deshalb erforschen wir die Verbindung zwischen menschlichem und nicht-menschlichem Wohlergehen als Motor des transformativen Handelns für eine nachhaltigere Gesellschaft.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Österreich, Polen
 
 

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