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Manipulation elektronischer Übergitter in Kagome-Metallen mittels uniaxialer Verspannung

Fachliche Zuordnung Experimentelle Physik der kondensierten Materie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 571746356
 
Quantenmaterialien mit Kagome-Schichten stehen derzeit im Zentrum intensiver Forschung, da sie eine Plattform bieten, auf der elektronische Korrelationen, reduzierte Dimensionalität und geometrische Frustration zu außergewöhnlichen physikalischen Phänomenen führen können. In diesem Projekt wollen wir Materialien mit itineranten Elektronen auf Kagome-Gittern untersuchen und uns dabei auf die nicht-magnetischen Kagome-Metalle AV3Sb5 (A = K, Rb, Cs) sowie ScV6Sn6 konzentrieren. Unser Ziel ist es zunächst, einen neuartigen multimodalen Messansatz zu etablieren, der Röntgenbeugung, elektrische Widerstandsmessung und Spannungs-Dehnungs-Experimente in einem einzigen Versuchsaufbau vereint. In Kombination mit winkelaufgelöster Photoemissionsspektroskopie soll dieser Ansatz genutzt werden, um die strukturellen und elektronischen Eigenschaften von AV3Sb5 und ScV6Sn6 in Abhängigkeit von uniaxialer Verspannung und Temperatur detailliert zu untersuchen. Messungen bei geringer uniaxialer Verspannung zielen darauf ab, die elektronischen Übergitter in diesen Materialien zu entzwillingen, um so die bestehende Debatte über die Struktur der elektronischen Ordnung auf atomarer Längenskala zu klären. Bei höheren Drücken bis zu 1,6 GPa werden wir gezielt nach neuen elektronischen Instabilitäten suchen, einschließlich potenzieller nematischer Phasen. Insgesamt verfolgt das Projekt das Ziel, die zugrunde liegenden Mechanismen kooperativer elektronischer Zustände in nicht-magnetischen Kagome-Metallen besser zu verstehen, wobei ein besonderer Fokus auf Elektron-Phonon-Kopplungen liegt.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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