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Kognitive Mechanismen zur Verbesserung der Doppelaufgabenleistung durch Übung: Aufgabenautomatisierung und der Vorteil durch Doppelaufgabenübung

Fachliche Zuordnung Allgemeine, Kognitive und Mathematische Psychologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 572958695
 
Wenn Personen in Doppelaufgabensituationen zwei Aufgaben gleichzeitig ausführen, ist die Leistung in der Regel im Vergleich zur Ausführung jeder einzelnen Aufgabe in Einzelaufgabensituationen beeinträchtigt. Diese Doppelaufgabenkosten spiegeln sich in erhöhten Reaktionszeiten und/oder höheren Fehlerraten bei Doppelaufgabenleistungen im Vergleich zu Einzelaufgabenleistungen wider. Zahlreiche Forschungsarbeiten haben jedoch gezeigt, dass diese Kosten nach ausgiebiger Übung deutlich reduziert - und in seltenen Fällen sogar nahezu eliminiert - werden können. Der vorliegende Antrag zielt darauf ab, die kognitiven Mechanismen zu untersuchen, die dieser übungsbezogenen Verbesserung der Doppelaufgabenleistung zugrunde liegen. Durch die Bearbeitung der „bottleneck requirement hypothesis“ testet dieser Antrag die Gültigkeit des „dual-task practice advantage“ und der „allocation and scheduling hypothesis”. Das heißt, dass die Doppelaufgabenleistung nach Doppelaufgabenübung im Vergleich zur Einzelaufgabenübung verbessert wird. Diese Verbesserung aufgrund dieses „dual-task practice advantage“ gilt jedoch ausschließlich unter den Bedingungen von Engpässen mit begrenzter Kapazität in den Teilaufgaben, die die Doppelaufgabensituation ausmachen, und wenn eine Zuweisung und Planung dieser Engpässe erforderlich ist. Die Annahmen des „dual-task practice advantage“ sind ungültig, wenn es keine Engpässe gibt und wenn die Aufgaben automatisiert sind. Der vorliegende Antrag testet diese Annahmen der „bottleneck requirement hypothesis“ bei jüngeren Erwachsenen (Ziel 1) und älteren Erwachsenen (Ziel 2). Durch die Untersuchung der kognitiven Mechanismen, die der übungsbezogenen Verbesserung der Doppelaufgabenleistung zugrunde liegen, trägt die vorgeschlagene Forschung zu einem tieferen Verständnis der Verarbeitungsarchitektur und der Plastizität des kognitiven Systems bei. Letztendlich zielt diese Arbeit darauf ab, das Wissen über die Kapazitätsgrenzen des Systems in Multitasking-Kontexten und darüber, wie diese Grenzen durch Übung moduliert werden können, zu erweitern.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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