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LC-gekoppeltes Massenspektrometer für die Proteomforschung
Fachliche Zuordnung
Mikrobiologie, Virologie und Immunologie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 574147981
Wir beantragen Unterstützung für die Anschaffung eines Hochleistungs-Massenspektrometers welches die Forschungsinfrastruktur am TUM Universitätsklinikum, Klinikum rechts der Isar, zukunftsweisend erweitern wird. Das Gerät wird in zahlreichen interdisziplinären Projekten der klinischen und translationalen Forschung eine zentrale Rolle spielen und die molekulare Aufklärung komplexer Krankheitsprozesse ermöglichen. Ein besonderer Fokus wird auf der Identifikation von Biomarkern und der Untersuchung krankheitsrelevanter Signalwege in der Onkologie, Infektiologie und Neurologie liegen. Das Massenspektrometersystem wird es erlauben, hochauflösende Analysen von Proteinmodifikationen wie Phosphorylierungen oder Ubiquitinierungen durchzuführen und dadurch krankheitsassoziierte Muster präzise zu erfassen. Diese Erkenntnisse werden maßgeblich zur Entwicklung gezielter Diagnose- und Therapieansätze beitragen. Darüber hinaus wird das System in der Medikamentenforschung eingesetzt werden, um Wirkmechanismen auf molekularer Ebene zu analysieren, Zielstrukturen zu identifizieren und Off-Target-Effekte frühzeitig zu erkennen. Die Ergebnisse werden für die präklinische Validierung neuer Wirkstoffe ebenso relevant sein wie für die Optimierung bereits etablierter Therapien. Das Spektrum der Anwendungen wird durch die Analyse patientennaher Proben aus einer der größten akademischen Biobanken Deutschlands erheblich erweitert. Die Massenspektrometrie wird künftig zur Charakterisierung von Tumor- und Nervengewebe sowie von Körperflüssigkeiten wie Plasma und Liquor beitragen. Dies wird die Grundlage für populationsbasierte Biomarker-Studien und personalisierte Therapieentscheidungen schaffen. Auch in der Infektionsbiologie wird das Gerät zur Analyse niedrig abundanter Moleküle wie Zytokine und extrazelluläre Vesikel eingesetzt werden. Es wird die Untersuchung pathogener Protein-Protein- und Protein-Nukleinsäure-Interaktionen ermöglichen und neue therapeutische Zielmoleküle aufzeigen. Die entstehenden großen Datenmengen werden mithilfe der bestehenden bioinformatischen Infrastruktur am Zentrum für Digitale Medizin und Gesundheit analysiert. Der Einsatz KI-gestützter Verfahren wird dabei eine vertiefte Auswertung erlauben und neue Muster in Krankheitsprozessen offenlegen. Diese Kombination aus Massenspektrometrie und datengetriebener Analyse wird die Weiterentwicklung der personalisierten Medizin entscheidend vorantreiben. Das beantragte Hochleistungs-Massenspektrometersystem wird als strategisches Kerninstrument die Forschungskapazitäten am Standort substanziell erweitern. Es wird die Identifikation molekularer Krankheitsmechanismen, die translationale Wirkstoffentwicklung sowie die patientennahe Diagnostik wesentlich stärken und langfristig zur Verbesserung der medizinischen Versorgung beitragen.
DFG-Verfahren
Forschungsgroßgeräte
Großgeräte
LC-gekoppeltes Massenspektrometer für die Proteomforschung
Gerätegruppe
1700 Massenspektrometer
Antragstellende Institution
Technische Universität München
