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Die Auswirkungen des Pendelns auf das subjektive und objektive Wohlbefinden: Eine quantitative Studie in Deutschland
Antragstellerin
Bhuvanachithra Chidambaram, Ph.D.
Fachliche Zuordnung
Biomedizinische Systemtechnik
Städtebau/Stadtentwicklung, Raumplanung, Verkehrs- und Infrastrukturplanung, Landschaftsplanung
Städtebau/Stadtentwicklung, Raumplanung, Verkehrs- und Infrastrukturplanung, Landschaftsplanung
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 574696119
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, eine international relevante Forschungslücke zum Zusammenhang zwischen Pendelverhalten und Wohlbefinden zu schließen. Ziel ist es, die Auswirkungen des Pendelns auf verschiedene Dimensionen des Wohlbefindens zu untersuchen – unter Berücksichtigung objektiver und subjektiver Indikatoren. Zur Umsetzung wurden folgende Teilziele formuliert: Ziel 1: Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens zur Analyse der Auswirkungen von Pendelverhalten auf das Wohlbefinden. Dies erfolgt durch die Auseinandersetzung mit Theorien wie dem Pendeln-Paradox, Spillover-Effekt, der Zeitanwendungstheorie, Affektbilanztheorie, Selbstbestimmungstheorie sowie intra-haushaltlichen Perspektiven. Daraus ergeben sich konkrete Forschungsfragen für die empirische Analyse. Ziel 2: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Pendelverhalten und subjektivem Wohlbefinden (SWB), insbesondere in Bezug auf Lebenszufriedenheit und bereichsspezifische Zufriedenheit (z. B. Arbeit, Freizeit, Familie). Das Pendelparadoxon dient als theoretische Grundlage, ergänzt durch das Spillover-Modell zur Analyse indirekter Effekte über Zeitverwendung. Ziel 3: Analyse der Auswirkungen von Pendelmustern auf das objektive Wohlbefinden (OWB). Auf Basis der Zeitanwendungstheorie wird Pendelzeit als begrenzte Ressource betrachtet, die zulasten von Einkommen, Gesundheit und sozialen Kontakten gehen kann. Ziel 4: Untersuchung des reisebezogenen Wohlbefindens (TWB) anhand hedonischer (z. B. Stress, Freude) und eudaimonischer Aspekte (z. B. Sinn, Autonomie, Kompetenzerleben). Affektbilanz- und Selbstbestimmungstheorie dienen zur Erfassung emotionaler und psychologischer Effekte des Pendelns. Ziel 5: Analyse der Auswirkungen verschiedener Telearbeitsmodelle (z. B. Homeoffice, hybride Modelle) auf Work-Life-Balance (WLB) und Lebenszufriedenheit im Vergleich zu traditionellen Pendelmustern. Intra-haushaltliche Perspektiven erlauben Einblicke in familiäre Dynamiken (z. B. Aufgabenverteilung, elterliche Verantwortung, Partnerwohlbefinden), unter besonderer Berücksichtigung von Geschlechterrollen. Das Projekt trägt zu einem besseren Verständnis bei, wie klassische und neue Pendelformen sowie Telearbeit das individuelle Wohlbefinden beeinflussen. Theoretische und empirische Perspektiven werden integriert, um die Wechselwirkungen ganzheitlich zu erfassen. Methodisch basiert das Projekt auf drei Datenquellen: Zeitverwendungserhebung 2022 (Ziele 2 und 3), Primärdatenerhebung in Dortmund (Ziel 4), Familiendemografie-Panel FReDA-pairfam (Ziel 5). Diese Grundlage ermöglicht eine fundierte Analyse unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer und intra-haushaltlicher Faktoren. Das Projekt unterstützt Strategien zur Förderung nachhaltiger Mobilität und trägt zur Lösung aktueller Herausforderungen im Spannungsfeld von Arbeit, Familie und Wohlbefinden bei.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
