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Form und Funktion von Parochialismus bei Primaten
Antragstellerin
Dr. Claudia Fichtel
Fachliche Zuordnung
Biologie des Verhaltens und der Sinne
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 575179400
Primaten beschränken ihr prosoziales Verhalten in der Regel auf Mitglieder ihrer eigenen Gruppe und unterscheiden damit klar zwischen Individuen innerhalb und außerhalb ihrer Gruppe. Ein solcher Lokalpatriotismus kann entweder eine emergente Eigenschaft des Gruppenlebens sein oder sich aufgrund wiederkehrender Konflikte und Konkurrenz zwischen Gruppen entwickelt haben. Bislang wurde jedoch außer Acht gelassen, dass diese beiden Perspektiven unterschiedliche Hypothesen über Form und Funktion der Prosozialität von Primaten implizieren. Wir untersuchen diese anhand von Verhaltensbeobachtungen und Labor- bzw. Feldversuchen mit wildlebenden Rotstirnmakis und in Gefangenschaft lebenden Rhesusaffen. Unser Ansatz kann aufzeigen, ob und wie Konflikte zwischen Gruppen die (parochiale) Prosozialität prägen und die verhaltensbezogenen, neuroendokrinen und (epi)genetischen Grundlagen von Kooperation und Konflikt in (nicht-)menschlichen Primatengesellschaften spezifizieren.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Internationaler Bezug
Niederlande
Partnerorganisation
Nederlandse Organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek (NWO)
Kooperationspartner
Professor Dr. Jorg Massen, Ph.D.
